Module

Einführung in den Pflegeprozess und Gestaltung erster Pflegesituationen

Introduction to Care Processes and Designing of the First Care Situations

5 LPWiSeDE

Inhalte

• Geschichte und Grundlagen des Pflegeprozesses • Inhalt, Ziele und Gestaltung des Pflegeprozesses • Schritte des Pflegeprozesses im Detail • Grundlagen zu Assessmentinstrumenten • Einführung in Pflegeklassifikationssysteme (NANDA) • Bedeutung der Pflegeplanung und Pflegedokumentation • Pflegephänomene als Grundlage des Pflegeprozesses • Ausgewählte Pflegephänomene wie Schmerz, Scham, Sinnkrisen • Distanz und Nähe, Privat- und Intimsphäre, Leib und Körper • Anatomie und Physiologie der Zelle und Haut und Anhangsorgane • Einschätzung des Hautzustandes und Hautschädigungen (z. B. Intertrigo, IAD, Dekubitus) mittels Beobachtung und spezifischer Assessmentverfahren • Interventionen und Hilfsmittel zur Körperpflege • Pathophysiologie Dekubitus • Einführung in das Konzept der Basalen Stimulation • Einführung in die Hygiene, MRSA, Infektionsschutzgesetz, Meldepflicht • Einführung in End-of-Life-Care • Rechte am Lebensende

Lernziele

Die Studierenden • reflektieren die Bedeutung der Selbstpflegekompetenzen sowie der gesundheitlichen, sozialen, physischen, emotionalen sowie kognitiven Ressourcen von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen; • erklären vor dem Hintergrund ethischer Prinzipien die Bedeutung von individueller Pflege zur Förderung oder Erhaltung von Selbständigkeit und Lebensqualität; • erörtern Pflegephänomene in ihrer Bedeutung für ein professionelles und theoriegeleitetes Handeln in der Pflege; • beschreiben Bedeutung und Struktur des Pflegeprozesses und insbesondere von Assessmentverfahren für professionelles Pflegehandeln; • nehmen Kontaktaufnahme und Beziehungsgestaltung als professionelles pflegerisches Handeln wahr; • ermitteln grundlegend den Pflegebedarf gemeinsam mit Pflegebedürftigen; • erläutern anatomische und physiologische Grundlagen der Haut und deren Anhangsgebilde und berücksichtigen diese bei der Beobachtung und Einschätzung des Hautzustandes von Pflegebedürftigen; • identifizieren den Pflegebedarf in Bezug auf die Körperpflege und leiten daraus ein individuelles, evidenzbasiertes Angebot zur Unterstützung der Körperpflege ab; • demonstrieren die fachgerechte Durchführung ausgewählter Pflegehandlungen in der Körperpflege; • wahren die Intim- und Privatsphäre von Pflegebedürftigen bei der Körperpflege; • sind für die Bedeutung und Wirkung körper-/leiborientierter Pflegehandlungen sensibilisiert und reflektieren sie; • beschreiben Grundprinzipien des hygienischen Handelns und setzen sachgerechte hygienische Maßnahmen zum Schutz der Pflegebedürftigen und zum Selbstschutz ein.

Prüfungsleistung

• OSCE-Prüfung – 60 Minuten (pro Station 15 Minuten)

Literatur (6)
  • Brobst, R.A. et al (2017). Der Pflegeprozess in der Praxis (3. Aufl.). Bern: Verlag Hans Huber.
  • Elsevier GmbH (Hrsg.) (2014). Altenpflege Heute (2. Aufl.). München: Elsevier.
  • Robert Koch-Institut (2016). Händehygiene in Einrichtungen des Gesundheitswesens. Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert-Koch-Institut. In: Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz. 2016 · 59:1189–1220.
  • Schewior-Popp, S., Sitzmann, F. & Ullrich, L. (Hrsg.) (2017). Thiemes Pflege: Das Lehrbuch für Pflegende in Ausbildung (13. Aufl.). Stuttgart: Thieme.
  • Thews, G., Mutschler, E. & Vaupel, P. (2015). Anatomie, Physiologie, Pathophysiologie des Menschen (7. Aufl.). Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft.
  • Uzarewicz, C. & Uzarewicz, M. (2005): Das Weite suchen. Einführung in eine phänomenologische Anthropologie für Pflege. Stuttgart: Lucius.

Quelle: Modulbeschreibung der BTU · abgerufen 28.09.2026Original

Modulkatalog · inoffiziell

Betula ist ein inoffizielles Projekt und gehört nicht zur BTU.

Folia 1.0.3Radix 0.6.0

Daten vom 21.10.2026WiSe 2026/27Quelle: BTU