Module

Pflegephänomene im Kontext von Bewegung - Grundlagen

Care Phenomena in the Context of Movement - Basics

5 LPWiSeDE

Inhalte

• Pflegewissenschaftliche Konzepte zu Mobilität und Immobilität (z.B. Bettlägerigkeit) • Lagerungsarten • Zusammenhang zu anderen Pflegephänomenen: Erkennen und Einschätzen von Risiken; freiheitsentziehende Maßnahmen (Fixierung), Dekubitus, Sturz, etc. mit jeweiligen Prophylaxen • Einführung in die Fachsprache • Anatomie und Physiologie: Aufbau des Körpers, Skelett- und Muskelsystem, Gang, Körperhaltung • Beobachtung und Einschätzung von Bewegungsmustern, Bewegungsstatus und Bewegungseinschränkungen • Expertenstandards Mobilität und Sturzprophylaxe • Kontrakturprophylaxe • Mobilitätsassozierte Dekubitusprophylaxe • Pflegeprozess und Pflegeplanung (inklusive NANDA, NIC) im Kontext von Bewegung • Exemplarisch: Pflegetheorien in Bezug auf Mobilität (Henderson, Orem) • Prinzipien der Kinästhetik • Arbeitsbelastung und Gesundheitsprobleme: eigene Rückengesundheit beachten bei Lagerung und Mobilisation • Mobilitätsförderung inklusive Wohnraumgestaltung (fallbasiert) mit Kennenlernen von Hilfsmittel und Hilfsmittelauswahl • Interprofessionelle Zusammenarbeit: Physiotherapie (z.B. aktive und passive Bewegungsübungen)

Lernziele

Die Studierenden • erklären die Begriffe Mobilität und Immobilität und beschreiben die komplexen Auswirkungen von eingeschränkter Mobilität auf die Lebensführung und Lebensqualität von Pflegebedürftigen; • erläutern anatomische und physiologische Grundlagen von Bewegung sowie Beeinträchtigungen der Mobilität; • erläutern ausgewählte Bewegungskonzepte (z.B. Kinästhetik) und wenden diese unter Anleitung an; • erheben und beurteilen den individuellen mobilitätsbezogenen Pflegebedarf von Menschen aller Altersstufen; • nutzen spezifische wissenschaftsorientierte Assessmentverfahren zur Einschätzen des Mobilitätsstatus von Pflegebedürftigen; • planen in Absprache mit den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen evidenzbasierte Maßnahmen zur Bewegungsförderung und unterstützen sie bei Transfer, Bewegung und Positionierung unter sachgerechtem Einsatz von Hilfsmitteln; • kooperieren bei der Bewegungsförderung mit relevanten anderen Berufsgruppen; • sensibilisieren Pflegebedürftige und Angehörige hinsichtlich der Bedeutsamkeit von Bewegungsfähigkeit zur Aufrechterhaltung von Gesundheit und Lebensqualität; • schätzen potenzielle Gefährdungen bei Bewegungsbeeinträchtigung auf der Grundlage spezifischer Assessmentverfahren ein und setzen entsprechende präventive Maßnahmen zielgerichtet um; • dokumentieren durchgeführte Pflegemaßnahmen und Beobachtungen in der Pflegedokumentation und beteiligen sich auf dieser Grundlage an der Evaluation; • orientieren ihr Handeln an qualitätssichernden Instrumenten wie evidenzbasierten Leitlinien und Standards, z.B. Expertenstandard Dekubitus, Mobilitätsförderung.

Prüfungsleistung

• Schriftliche Klausur, 90 Minuten

Literatur (4)
  • DNQP – Expertenstandards (Hrsg.): Dekubitusprophylaxe in der Pflege; Sturzprophylaxe in der Pflege; Erhaltung und Förderung der Mobilität in der Pflege. Osnabrück.
  • Elsevier GmbH (Hrsg.) (2017). Altenpflege Heute (3. Aufl.). München: Elsevier.
  • Menche, N. (Hrsg.) (2016). Biologie, Anatomie, Physiologie (8.Aufl.). München: Urban & Fischer Verlag.
  • Zegelin, A. (2013): Festgenagelt sein – Der Prozess des Bettlägerigwerdens. 2. Aufl. Bern: Huber

Bemerkungen

Kinästhetik Grundkurs erfolgt nach dem ersten Praxismodul Pflege 1 (12051)

Quelle: Modulbeschreibung der BTU · abgerufen 28.09.2026Original

Modulkatalog · inoffiziell

Betula ist ein inoffizielles Projekt und gehört nicht zur BTU.

Folia 1.0.3Radix 0.6.0

Daten vom 21.10.2026WiSe 2026/27Quelle: BTU