Module

Pflegephänomene im Kontext von Bewegung - Verletzungen und Strukturveränderungen

Nursing Phenomena Within the Context of Mobility - Injuries and Structural Changes

5 LPSoSeDE

Inhalte

• Phänomene Schmerz (inklusive Schmerzrisiko, Fähigkeit mit Schmerzen umzugehen, Risiko veränderter Bewegungs- und Beweglichkeitsfunktionen), Angst und Unsicherheit • Menschen mit Ängsten prä- und postoperativ begleiten • Pflegeprozess und Pflegeplanung (inklusive NANDA, NIC) im Kontext von Verletzungen und Strukturveränderungen des Bewegungsapparates • Erkrankungen des Bewegungsapparates (z.B. Arthrose, Rheuma) • Verletzungen des Bewegungsapparates und chirurgisch/orthopädische Diagnostik und Therapie • Ärztliche Anamnese und Körperliche Untersuchung • Funktionsdiagnostik und bildgebende Diagnoseverfahren von Verletzungen und Strukturveränderungen des Bewegungsapparates • Mitwirkung bei Punktionen und Biopsien • Beobachtung und Einschätzung von Einschränkungen durch Erkrankungen und Verletzungen des Bewegungsapparates • Kinästhetik – Teil II • Einblick in die Arbeit im OP • Perioperative Pflege (Prä-, intra- und postoperativ) • Strategien/ Konzept der Fast- Track- Chirurgie • Aufgaben von Pflegenden im Fast-Track- Konzept • Umgang mit Drainagen, Schienen, Fixateuren • Schmerzmanagement (Assessment, medikamentöse und alternative Maßnahmen) • Good & Moore Acute Pain Management (Adults) • Huth & Moore Prescriptive theory of acute pain management in infants & children • Primäre und sekundäre Wundheilung • Prozessorientiertes Wundmanagement (Wundanamnese, Wundbeobachtung, Wundbeurteilung, Wundbehandlung, Wunddokumentation) • Expertenstandards des DNQP (Schmerz- und Wundmanagement) • interprofessionelle Zusammenarbeit: Schmerzmanagement , Wundmanagement und OP- Management • im-Injektionen, Infusionen, i.v. Blutentnahme

Lernziele

Die Studierenden • sind für die Bedeutung der Phänomene Schmerz, Angst und Unsicherheit im Zusammenhang mit Verletzungen und Strukturveränderungen des Bewegungsapparates sensibilisiert und begleiten Pflegebedürftige empathisch • erläutern die komplexen Auswirkungen der Erkrankungen des Bewegungsapparates insbesondere von Wunden und Schmerzen auf die Lebensqualität von Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen • interpretieren die mit einem medizinischen Eingriff verbundenen Pflegephänomene und Komplikationen in stabilen Situationen • beschreiben die pathophysiologischen Grundlagen von Erkrankungen und Verletzungen des Bewegungsapparates • identifizieren relevante Pflegediagnosen im Zusammenhang mit Verletzungen und Strukturveränderungen des Bewegungsapparates auf der Basis eines adäquaten pflegerischen Assessments • schätzen Infektionsrisiken und potentielle Gefährdungen angemessen ein und integrieren präventive Maßnahmen in den Pflegeprozess (Nutzen ausgewählter Assessmentverfahren • planen und erläutern evidenzbasierte Interventionen der prä-, intra- und postoperativen Pflege und wenden diese fachgerecht und situationsangemessen an • führen ein fachgerechtes post-operatives Monitoring durch • planen rehabilitative pflegerische Interventionen gemeinsam mit Pflegebedürftigen und Angehörigen und wenden sie im Pflegeprozess fachgerecht an • schätzen den Beratungsbedarf bei Einschränkungen der Beweglichkeit ein • führen Interventionen des Wund- und Schmerzmanagements fachgerecht durch • orientieren und erläutern ihr Handeln im Rahmen eines systematischen Wund- und Schmerzmanagements an qualitätssichernden Instrumenten: evidenzbasierte Leitlinien und Standards • unterstützen verantwortlich Menschen mit angeborener oder erworbener Behinderung bei der Kompensation eingeschränkter Fähigkeiten, z.B. nach Amputation • wahren das Selbstbestimmungsrecht von kognitiv eingeschränkten Menschen (z.B. bei SHT oder Polytraumen) • wirken entsprechend rechtlicher Bestimmungen an der medizinischen Diagnostik und Therapie (konservativ und chirurgisch traumatologisch und orthopädisch) kompetent mit und evaluieren delegierte Aufgaben verantwortlich • benennen die Grundlagen der anästhesierenden Verfahren

Prüfungsleistung

• Klausur – 60 Minuten (70%) • schriftliche Ausarbeitung einer Pflegeplanung z.T. Wundbeurteilung – 10 Seiten (30%)

Literatur (7)
  • Menche, N. (Hrsg.) (2016). Biologie, Anatomie, Physiologie (8.Aufl.). München: Urban & Fischer Verlag/Elsevier.
  • Schewior-Popp, S., Sitzmann, F. & Ullrich, L. (Hrsg.) (2017). Thiemes Pflege: Das Lehrbuch für Pflegende in Ausbildung (13. Aufl.). Stuttgart: Thieme.
  • Elsevier GmbH (Hrsg.) (2017). Altenpflege Heute (3. Aufl.). München: Elsevier.
  • Meike von der Mühlen, Christine Keller (Hrsg.) (2013). Pflege konkret- Chirurgie Urologie Orthopädie München: Urban Fischer Verlag.
  • Larsen,R. (2012) Anästhesie und Intensivmedizin für die Fachpflege (8. Aufl.). Berlin: Springer.
  • DNQP – (Hrsg.) (2011). Expertenstandard Schmerzmanagement in der Pflege bei akuten Schmerzen. (1. Aktualisierung). Osnabrück.
  • MGEPA. Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW.(2012) Der alte Mensch im OP(30.01.2013)

Bemerkungen

Die in diesem Modul vermittelten Grundlagen des Schmerzmanagements werden in Modul 12077 Pflegephänomene im Kontext von onkologischer und palliativer Pflege vertieft.

Quelle: Modulbeschreibung der BTU · abgerufen 28.09.2026Original

Modulkatalog · inoffiziell

Betula ist ein inoffizielles Projekt und gehört nicht zur BTU.

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Daten vom 21.10.2026WiSe 2026/27Quelle: BTU