Pflegephänomene im Kontext von älter werden und alt sein
Nursing Phenomena Within the Context of Ageing
5 LPSoSeDE
Inhalte
• Phänomene – insbesondere Lebensqualität, Selbstbestimmung, Multimorbidität, Demenz, Lebensmüdigkeit, Langeweile, soziale Unterstützung • Veränderungen der Lebensqualität im Alter • Autonomie und Selbstbestimmung älterer Menschen in der ambulanten Pflege und im stationären Kontext • Familie, Familienbeziehungen und soziale Netzwerke alter Menschen, soziale Unterstützung • Lebensgestaltung, soziale Teilhabe • Sexualität im Alter • Geriatrische Syndrome • Dementielle Erkrankungen und Delir • Dermatologische Erkrankungen im Alter • Inaktivitätssyndrom bei Bettlägerigkeit • Besonderheiten in der geriatrischen Pflege: Biographieorientierte Arbeit mit alten Menschen, kultursensible Pflege alter Menschen, Validation, Milieutherapie in der Pflege, rehabilitative Interventionen • geriatrische Pharmakologie • alte Menschen im Krankenhaus • Unterstützung der Wohnraum- und Wohnumfeldgestaltung • Einrichtungen, Konzepte und Methoden der Altenhilfe, Selbstorganisation • Wohnformen/Heimrecht • Ambulante Pflege • Altersfreundliche Gemeinde • interdisziplinäre Zusammenarbeit und Versorgungsgestaltung
Lernziele
Die Studierenden • sind für Phänomene sensibilisiert, die beim Älterwerden bzw. beim alt sein zunehmend eine Rolle spielen – bspw. Lebensqualität, Selbstbestimmung, Multimorbidität, Demenz, Lebensmüdigkeit, Langeweile, soziale Unterstützung, veränderte Lebenswelt; • identifizieren den Beitrag ausgewählter pflegewissenschaftlicher und bezugswissenschaftlicher Auseinandersetzungen zu diesen Phänomenen und erläutern pflegerelevante Aspekte; • nehmen altersspezifische Veränderungen, Kompensationsstrategien und Entwicklungsaufgaben wahr und leiten Konsequenzen für ihr pflegerisches Handeln ab; • begleiten Pflegebedürftige und Angehörige bei der Bewältigung von altersbedingten Veränderungen; • erläutern die Besonderheiten geriatrischer Syndrome; • beziehen sich im Pflegeprozesses auf die Lebensgeschichte, die Wohnsituation, die kulturelle Prägung und das Autonomieverständnis älterer Menschen – folgen demnach Konzepten der Biographiearbeit; • wirken an der Umsetzung von weiteren Pflegekonzepten mit; • schätzen den kognitiven, psychischen und physischen Zustand älterer Menschen anhand spezifischer Assessmentverfahren ein und leiten gemeinsam mit Pflegebedürftigen und Angehörigen Konsequenzen ab; • setzen evidenzbasierte Pflegeinterventionen zur Bewältigung von akuten und chronischen Verwirrtheitszuständen situationsangemessen um; • erläutern die Besonderheiten, Chancen und Grenzen verschiedener Settings, in denen ältere Menschen versorgt und begleitet werden – bspw. Ambulante Pflege, Altersfreundliche Gemeinde, spezielle Wohnformen.
Prüfungsleistung
• Schriftliche Arbeit (max. 10 Seiten) - 20% • Präsentation der Arbeit im Plenum (25 Min) -10% • Mündliche Prüfung (20 min) - 70% Das Prüfungsergebnis fließt als Vornote in die Bewertung der mündlichen Berufsabschlussprüfung ein.
Literatur (3)
- Ding-Greiner, C. & Kruse, A. (2010). Betreuung und Pflege geistig behinderter und chronisch psychisch kranker Menschen im Alter, Beiträge aus der Praxis. Stuttgart: Kohlhammer.
- Perrar, K. , Sirsch, E., Kutschke, A. (2007). Gerontopsychiatrie für Pflegeberufe. Stuttgart: Thieme.
- Wirsing,K. (1993). Psychologisches Grundwissen für Altenpflegeberufe (4. Aufl.). Weinheim: Psychologieverlagsunion.
Quelle: Modulbeschreibung der BTU · abgerufen 28.09.2026Original