Module

Pflegephänomene im Kontext von senso-motorischen Prozessen

Nursing Phenomena Within the Context of Senso-Motoric Processes

5 LPWiSeDE

Inhalte

• senso-motorische Prozesse und spezifische Phänomene • Phänomene im Zusammenhang mit Demenz und chronischen Prozessen • Anatomie und Physiologie des Nervensystems und der Sinnesorgane • funktionelle , kognitive und psychische Auswirkungen von Störungen sensomotorischer Prozesse (Apraxie, Ataxie, Aphasie, Neglect, Pusher-Syndrom) • spezifische pflegerische Assessmentmethoden und pflegerische Interventionen bei Störungen senso- motorsicher Prozesse • Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie neurologischer Erkrankungen (Schlaganfall, Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, Neuropathien, Krampfleiden, Entzündliche Erkrankungen, Querschnittlähmung, Schädelhirn-Trauma, Demenz) • Mitwirkung bei diagnostischen und medizinischen Interventionen insbesondere Punktionen und Überwachung medikamentöser Therapie • Pflegediagnosen, Pflegeinterventionen, Pflegeergebnisse im Kontext senso-motorischer Prozesse • Klassifikationssystem ICF- Anwendung spezifischer Pflegetheorien (z.B. Riegel) • Rehabilitationsphasen und -maßnahmen bei neurologischen Erkrankungen (u.a. stroke unit) • Selbstmanagementerfordernisse bei chronischen neurologischen Erkrankungen • Chronic-Care-Modell • Konzepte von E-Health bzw. Technik in der Pflege • Arbeit von speziellen Selbsthilfegruppen und -organisationen • Bobathkonzept • physiotherapeutische und ergotherapeutische Interventionen bei Störungen sensomotorischer Prozesse • Zusammenarbeit im therapeutischen Team • Betreuung von Pflegedürftigen im Wachkoma • Betreuungskonzepte für Menschen mit Demenz

Lernziele

Die Studierenden • sind für die Phänomene sensibilisiert, die Pflegebedürftige und ihre Angehörigen im Zusammenhang mit senso-motorischen Prozessen erleben – insbesondere für die aus Störungen sensomotorischer Prozesse resultierenden funktionellen, kognitiven und psychischen Beeinträchtigungen der Lebensqualität; • charakterisieren pathophysiologische Grundlagen und daraus resultierende funktionelle Störungen bei neurologischen Erkrankungen auf der Basis eines profunden Verständnisses physiologischer senso-motorischer Prozesse; • erfassen Pflegeprobleme von Menschen mit neurologischen Erkrankungen und deren Angehörigen auf der Basis allgemeiner und spezifischer pflegerischer Assessments und stellen diese angemessen dar; • handeln rehabilitative und präventive Pflegemaßnahmen partizipativ aus und führen sie fachgerecht durch; • beziehen wissenschaftliche Erkenntnisse und spezifische therapeutische Konzepte zur Förderung bzw. Kompensation senso-motorischer Prozesse situationsgerecht in ihr Pflegehandeln ein und evaluieren Ergebnisse ihres Pflegehandelns; • erörtern und integrieren die Möglichkeiten von technisch assistierter Pflege • fördern die Selbstpflegekompetenzen von Pflegebedürftigen mit Einschränkungen der senso-motorischen Prozesse und ihrer Angehörigen durch Beratung und Anleitung; • unterstützen die Betroffenen wertschätzend bei der Entwicklung von spezifischen Selbstmanagementkompetenzen und Bewältigungsstrategien und fördern ihre Autonomie, Selbstverantwortung und Selbstständigkeit; • wenden angemessene Strategien im Umgang mit Menschen mit Seh- und Hörstörungen an; • arbeiten in einem therapeutischen Team zielorientiert und kooperativ zusammen; • berücksichtigen ökonomische, gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen als auch ethische Aspekte bei der Gestaltung des Pflegeprozesses; • wirken kompetent und verantwortlich an der medizinischen Diagnostik und Therapie mit.

Prüfungsleistung

• OSCE – Prüfung mit 4 Stationen a 15 Minuten

Literatur (6)
  • Bonse, M. (2010). Neurologie und neurologische Pflege. Lehrbuch für Pflegeberufe (8.Aufl.) Stuttgart: Kohlhammer.
  • Haupt, WF. & Gouzoulis-Mayfrank, E. (Hrsg.) (2016). Neurologie und Psychiatrie für Pflegeberufe (11.Aufl.). Stuttgart: Thieme.
  • Friedhoff, M. & Schieberle, D. (2014). Bobath-Konzept in der Praxis. Grundlagen - Handling – Fallbeispiele. Stuttgart: Thieme
  • Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe http://www.schlaganfall-hilfe.de
  • Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft https://www.dmsg.de
  • Deutsche Parkinson Gesellschaft http://www.parkinson- gesellschaft.de

Quelle: Modulbeschreibung der BTU · abgerufen 28.09.2026Original

Modulkatalog · inoffiziell

Betula ist ein inoffizielles Projekt und gehört nicht zur BTU.

Folia 1.0.3Radix 0.6.0

Daten vom 21.10.2026WiSe 2026/27Quelle: BTU