Sozialpädagogische Interventionen in Kontexten von sozialer Benachteiligung
Social-educational Interventions on Social Disadvantage
8 LPSoSeDE
Inhalte
• Überblick über berufsethische Richtlinien und ethische Reflexionskategorien • Anregung von Selbstreflexionsprozessen als zentralem Bestandteil von Professionskompetenz (Können, Wissen, berufliche Haltung) • Statistiken zu Schulabschlüssen/Dropout und des BiBB • System der Träger und Angebote der Jugendberufshilfe • Rechtliche Grundlagen • Ursachen von (Aus-) Bildungsabbrüchen und abzuleitende Konzepte und Methoden • Rolle und Aufgaben von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern zwischen Berufswünschen der Zielgruppe, Aktivierungs-und Sanktionspraxis sowie Arbeitsmarktentwicklung • Einblick in unterschiedliche Reflexionsinstrumente (z. B. Evaluation, kollegiale Beratung, Dokumentation) • Praktikumsvorbereitung
Lernziele
Professionelles Selbstverständnis: Die Studierenden können die Lebens- und Problemlagen von Zielgruppen der Sozialen Arbeit in der wechselseitigen Bedingtheit von individueller Anpassung und gesellschaftlicher Kontextualisierung verstehen. Sie kennen das dafür relevante Erklärungs- und Handlungswissen und sind in der Lage, Fachkonzepte und Arbeitsweisen (Methoden und Prinzipien) der Sozialen Arbeit anzuwenden und daraufhin zu überprüfen, ob sie den Erfordernissen des Handlungsfeldes oder der Zielgruppe gerecht werden. Sozialpädagogische Intervention in Kontexten von sozialer Benachteiligung: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind in der Lage, Lebens- und Problemlagen, die zu einer Bildungsbenachteiligung und zu schwierigen Übergängen in das Berufsleben führen können, zu beschreiben und zu erklären. Sie können zwischen Ursachen und Folgen/Symptomen sozialer Benachteiligung unterscheiden und erkennen unterschiedliche Bewältigungsstrategien Betroffener. Sie besitzen Wissen zu Konzepten und Arbeitsweisen der Sozialen Arbeit in Kooperation mit Trägern schulischer, außerschulischer, außerbetrieblichen und betrieblicher Bildung und die Fähigkeit, die Perspektive der sozial benachteiligten Kinder, Jugendlichen oder Erwachsenen bei der Auswahl der Hilfen aufzugreifen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können am Beispiel ihrer Aufgaben in der Jugendberufshilfe ihr berufliches Selbstverständnis entwickeln und kennen Kriterien für dessen handlungsfeldbezogene Reflexion. Praxisvorbereitung: Die Studierenden kennen die professionellen Anforderungen an ein Praktikum sowie die persönlichen und fachlichen Maßstäbe für eine geeignete Praxisstelle und ein erfolgreiches Praktikum.
Prüfungsleistung
Voraussetzung zur Modulabschlussprüfung: • Arbeitsfeldanalyse, 6 - 8 Seiten Modulabschlussprüfung: • mündliche Prüfung 15 Minunten Die Prüfung kann aus Gründen des Infektionsschutzes in einer anderen Form als der hier genannten erfolgen. Die Studierenden werden in diesem Fall über die einschlägigen Plattformen (z.B. Moodle oder Homepage) unverzüglich informiert.
Literatur (3)
- Enggruber, R. /Fehlau, M. (Hrsg.) (2018). Jugendberufshilfe. Kohlhammer: Stuttgart.
- Hartmann, U./Hasselhorn, M./ Gold, A. (Hrsg.) (2017). Entwicklungsverläufe verstehen – Kinder mit Bildungsrisiken wirksam fördern. Kohlhammer: Stuttgart.
- Aktuelle Schulstatistik und Publikationen des BiBB
Quelle: Modulbeschreibung der BTU · abgerufen 14.10.2026Original