Module

Musikwissenschaft - Grundlagen

Musicology - Basics

7 LPWiSeDE

Inhalte

Musikgeschichte • Meilensteinen der europäischen Kultur-, Kunst-und Musikgeschichte vom Mittelalter bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts im Überblick • Wesentliche Leistungen der Musikentwicklung im Mittelalter, der Renaissance und der Reformationszeit bis zum 16. Jahrhundert • Darstellung der Musikentwicklung vom Generalbass-Zeitalter bis Anfang des 19. Jahrhunderts („Wiener Klassik“) unter folgenden Aspekten: • historisch-gesellschaftliche Bedingungen und persönliche Dispositionen einzelner Komponisten • vorherrschende Musiziersphären • unterschiedliche funktionale Bestimmung der Musikwerke • Stilistik der Musik, Klangbild und das gebräuchliche musikalische Instrumentarium • gebräuchliche, übernommene und sich neu entwickelnde musikalische Formen und Gattungen • Erarbeitung von Fakten zu Leben und Werk ausgewählter Komponisten, die die Entwicklung ihrer jeweiligen Epoche maßgeblich beeinflusst haben (Seminar-Vorträge Wissenschaftliches Arbeiten • Übungen zur Annäherung an ein Thema, zur Literatursuche, Literaturauswahl sowie zum Schreiben eines Exzerpts. Darüber hinaus werden richtiges Lesen, der Umgang mit Primär- und Sekundärliteratur sowie Formen der Gliederung vorgestellt. Außerdem werden Methoden der Beweisführung, Kriterien wie Objektivität, Validität und Reliabilität, richtiges Zitieren, Formen der Quellenangabe sowie die Verwendung des Internets behandelt. Akustik Ausgehend vom zentralen Begriff Schall erfolgt die Einführung in die Akustik unter anderem über die Untersuchung von Schwingungen und Wellen, deren Kenngrößen sowie Verhalten. Unterschiedliche Schallvorgänge werden demonstriert und müssen oszillographisch erkannt und nachskizziert werden können. Schallexperimente um den menschlichen Hörbereich. Betrachtung des Phänomens Resonanz im Zusammenhang mit den erworbenen Kenntnissen um die Funktionsweise der Musikinstrumente. Pythagoräisches Stimmungssystem und harmonisch-reines Stimmungssystem, Vorstellung verschiedener historischer Stimmungen, ausführliche Betrachtung der gleichschwebend temperierten Stimmung. Konsequenzen aus diesen Betrachtungen für das praktische Musizieren. Damit im Zusammenhang Vorstellung von Forschungen zu Klang-Streubreiten. In diesem Zusammenhang wird der komplexe Begriff Intonation diskutiert. Bekanntmachung mit der Forschungsgeschichte und Phänomenen der Psychoakustik. Vorstellung grundlegender Gesetzmäßigkeiten der Raumakustik und Konsequenzen für den Musiker. Die Anatomie und Funktionsweise des Hörorgans bildet einen weiteren Schwerpunkt der Vorlesungen. Instrumentenkunde Einführung in die Instrumentenkunde, dazu grundsätzliche Entstehungstheorien der Musik. Diese Betrachtungen gehen über zur Bekanntmachung mit dem Instrumentarium der Urgesellschaft und weiterhin der griechischen und römischen Antike. Unterschiedliche (auch außereuropäische) Klassifizierungssysteme von Musikinstrumenten machen vielfältige Schnittstellen der jeweiligen Musikpraxis mit der Geschichte, Religion und Brauchtum

Lernziele

Die Studierenden kennen die geschichtliche Entwicklung von der Gregorianik bis zur Musik der Klassik des 18. Jahrhunderts. Sie kennen die jeweils wichtigsten musikalischen Vertreter aller Stile und Epochen aus dieser Zeitdauer und sind in der Lage über Hörbeispiele die Musik stilistisch und zeitlich einzuordnen.Ausgehend von grundlegenden Erkenntnissen und Gesetzen zu Schwingungen, Wellen und Schall stehen die spezifischen Vorgänge beim Erzeugen von Klängen mit Musikinstrumenten im Zentrum der Vorlesungen. Grundlegende Fakten der Hör-, Psycho- sowie Raumakustik zeigen wichtige Schnittstellen zu weiteren Anwendungsbereichen.Die Studierenden werden mit der Funktionsweise der gebräuchlichsten Musikinstrumente vertraut gemacht. Dabei erhält auch die Entwicklungsgeschichte ausgewählter Instrumente Beachtung. Themen zu historischen Instrumenten, historischer Aufführungspraxis, der allgemeinen Geschichte, Musik- und Kunstgeschichte und nicht zuletzt zum Vorlesungszyklus Akustik sind Schnittstellen, die den interdisziplinären Charakter des Moduls kennzeichnen.

Prüfungsleistung

Voraussetzung zur Modulabschlussprüfung: • Vortrag, 15 - 20 Minuten Modulabschlussprüfung: • Klausur, 120 Minuten Die Prüfung kann aus Gründen des Infektionsschutzes in einer anderen Form als der hier genannten erfolgen. Die Studierenden werden in diesem Fall über die einschlägigen Plattformen (z.B. Moodle oder Homepage) unverzüglich informiert.

Literatur (1)
  • Akustik: Brüderlein, René Akustik für Musiker - eine Einführung, bosse musik paperback Kunitz, Hans Die Instrumentation Teil 1: Akustik, Breitkopf & Härtel Instrumentenkunde: Kolneder, Walter Musikinstrumentenkunde, Musikpädagogische Bibliothek Weitere Literaturhinweise werden in der ersten Lehrveranstaltung bekannt gegeben.

Quelle: Modulbeschreibung der BTU · abgerufen 28.09.2026Original

Modulkatalog · inoffiziell

Betula ist ein inoffizielles Projekt und gehört nicht zur BTU.

Folia 1.0.3Radix 0.6.0

Daten vom 21.10.2026WiSe 2026/27Quelle: BTU