Kinder aus psychisch und/oder suchtbelasteten Familien
Children of Parents with Mental Illness
8 LPSoSeDE
Inhalte
• Überblick über berufsethische Richtlinien und ethische Reflexionskategorien • Anregung von Selbstreflexionsprozessen als zentralem Bestandteil von Professionskompetenz (Können, Wissen, berufliche Haltung) • Auswirkungen psychischer Erkrankungen und Suchterkrankungen auf das Familiensystem, insb. die Kinder • Risiko- und Schutzfaktoren von Kindern aus betroffenen Familien • Hilfeplanung und Perspektivklärung • Konzeptionelle Ansätze zur Gestaltung der sozialpädagogischen Beratung und Begleitung der Familien und ihre Methoden und Techniken (z.B. Psychoedukation) • zielgruppenspezifische Unterstützungsangeboten • sektorenübergreifende Zusammenarbeit • praxisorientierte Fallanalysen und -beispiele • Prävention am Bsp. eines psychoedukativen Schulprojekts • Anti-Stigma-Arbeit und Öffentlichkeitsarbeit in der Unterstützung betroffener Familien • Einblick in unterschiedliche Reflexionsinstrumente (z. B. Evaluation, kollegiale Beratung, Dokumentation) • Praktikumsvorbereitung
Lernziele
Professionelles Selbstverständnis: Die Studierenden können die Lebens- und Problemlagen von Zielgruppen der Sozialen Arbeit in der wechselseitigen Bedingtheit von individueller Anpassung und gesellschaftlicher Kontextualisierung verstehen. Sie kennen das dafür relevante Erklärungs- und Handlungswissen und sind in der Lage, Fachkonzepte und Arbeitsweisen (Methoden und Prinzipien) der Sozialen Arbeit anzuwenden und daraufhin zu überprüfen, ob sie den Erfordernissen des Handlungsfeldes oder der Zielgruppe gerecht werden. Kinder aus psychisch und/oder suchtbelasteten Familien: Die Studierenden haben fundierte Kenntnisse über die Auswirkungen psychischer Erkrankungen und Suchterkrankungen von Eltern auf das Familiensystem, insbesondere auf Kinder. Sie sind in der Lage, die spezifischen Belastungen und Bedarfe betroffener Kinder und Familien zu erkennen, zu analysieren und gezielt Unterstützungsangebote zu entwickeln. Sie kennen sektorenübergreifende Strukturen und Netzwerke und können diese effektiv nutzen. Durch praxisnahe Fallanalysen und ein psychoedukatives Schulprojekt haben die Studierenden Einblicke in konkrete Handlungsansätze und Interventionsmöglichkeiten. Darüber hinaus kennen die Studierenden das Potential von Anti-Stigma-Arbeit und Öffentlichkeitsarbeit. Sie sind in der Lage, eine professionelle Haltung im Umgang mit der Zielgruppe zu entwickeln. Praxisvorbereitung: Die Studierenden kennen die professionellen Anforderungen an ein Praktikum sowie die persönlichen und fachlichen Maßstäbe für eine geeignete Praxisstelle und ein erfolgreiches Praktikum.
Prüfungsleistung
Voraussetzung Modulabschlussprüfung: • Arbeitsfeldanalyse 6-8 Seiten Modulabschlussprüfung: • Hausarbeit, 20.000 Zeichen
Literatur (1)
- Lenz, Albert; Wiegand-Grefe, Silke (2017): Kinder psychisch kranker Eltern. Göttingen: Hogrefe Verlag
Quelle: Modulbeschreibung der BTU · abgerufen 29.09.2026Original