Beratung und Begleitung von Pflege- und Adoptivfamilien
Advice and Support for Foster and Adoptive Families
8 LPSoSeDE
Inhalte
• Überblick über berufsethische Richtlinien und ethische Reflexionskategorien • Anregung von Selbstreflexionsprozessen als zentralem Bestandteil von Professionskompetenz (Können, Wissen, berufliche Haltung) • Statistische und rechtliche Grundlagen der Vollzeitpflege und Adoption • Strukturelle Merkmale familiären Zusammenlebens • Strukturelle Rahmenbedingungen Pflegekinderhilfe /Adoptionsvermittlung (Zuständigkeiten, Aufgabenverteilungen ASD, PKD, Adoptionsvermittlung) • Hilfeplanung und Perspektivklärung • Konzeptionelle Ansätze zur Gestaltung der sozialpädagogischen Beratung und Begleitung von Pflegefamilien und ihre Methoden und Techniken (z.B. Biographiearbeit, Familienaufstellungen, …) • Erziehung und Sozialisation in Pflegefamilie und Adoptivfamilie und die Bedeutung der fachlichen Begleitung (Kriterien für die Auswahl von Pflege- und Adoptivfamilien, Vermittlung, Matching, Eingewöhnung, …) • Lebenslagen von Herkunftsfamilien und Diskriminierungsprozesse • Die Bedeutung der leiblichen Eltern für das Pflegekind/Adoptivkind und die Zusammenarbeit mit den leiblichen Eltern im Kontext der UN-Kinderrechtskonvention • Einblick in unterschiedliche Reflexionsinstrumente (z. B. Evaluation, kollegiale Beratung, Dokumentation) • Praktikumsvorbereitung
Lernziele
Professionelles Selbstverständnis: Die Studierenden können die Lebens- und Problemlagen von Zielgruppen der Sozialen Arbeit in der wechselseitigen Bedingtheit von individueller Anpassung und gesellschaftlicher Kontextualisierung verstehen. Sie kennen das dafür relevante Erklärungs- und Handlungswissen und sind in der Lage, Fachkonzepte und Arbeitsweisen (Methoden und Prinzipien) der Sozialen Arbeit anzuwenden und daraufhin zu überprüfen, ob sie den Erfordernissen des Handlungsfeldes oder der Zielgruppe gerecht werden. Beratung und Begleitung von Pflege- und Adoptivfamilien: Die Studierenden setzen sich mit den Anforderungen an eine Erziehung in Pflege- und Adoptivfamilien auseinander. Sie entwickeln ein Verständnis für die spezifischen Spannungsfelder und Machtverhältnisse, die mit der Konstituierung von Pflege- und Adoptivfamilien verbunden sind. Sie sind in der Lage die unterschiedlichen Interessen und Rechte aller Beteiligten zu reflektieren und die Ausgestaltung einer am Kindeswohl orientierten Hilfe zur Erziehung in Pflege- und Adoptivfamilien kritisch diskutieren. Die Studierenden kennen relevante theoretische und methodische Konzepte in der Pflegekinderhilfe und der Adoptionsvermittlung und können diese in Bezug auf die praktische Umsetzung kritisch analysieren. Praxisvorbereitung: Die Studierenden kennen die professionellen Anforderungen an ein Praktikum sowie die persönlichen und fachlichen Maßstäbe für eine geeignete Praxisstelle und ein erfolgreiches Praktikum.
Prüfungsleistung
Voraussetzung zur Modulabschlussprüfung: • Arbeitsfeldanalyse 6-8 Seiten Modulabschlussprüfung: • Hausarbeit, 20.000 Zeichen
Literatur (1)
- Kindler, Heinz/Helming, Elisabeth/Meysen, Thomas/Jurczyk, Karin (Hrsg.) (2011): Handbuch Pflegekinderhilfe. München Deutsches Jugendinstitut
Quelle: Modulbeschreibung der BTU · abgerufen 17.10.2026Original