Module

Erweiterte physiotherapeutische Versorgung und Innovationen

Extended Therapy Methods and Innovations

10 LPSoSeDE

Inhalte

Erweiterte und bewegungsbezogene Versorgungsverfahren • Erweiterte und bewegungsbezogene Versorgungsverfahren einschließlich physiotherapeutischer Funktionsanalyse, Medizinischer Trainingstherapie • Analyse sportbezogener Bewegungsanforderungen, funktionelle Testverfahren und sportbezogene Bewegungsdiagnostik, Untersuchung von Verletzungsmechanismen sowie Erfassung endogener und exogener Risikofaktoren als Grundlage indikationsbezogener Interventionen • körperbezogene und übende Verfahren wie konzentrative Bewegungstherapie und psychogene Entspannungsverfahren sowie präventive und gesundheitsfördernde Verfahren im sportmedizinischen und arbeitsmedizinischen Kontext zur Erhöhung der Resilienz gegenüber sportspezifischen und arbeitsbezogenen Stressoren Digitale und technologiegestützte Innovationen • Gerätegestützte Funktionsanalyse und digitale Bewegungsdiagnostik mithilfe von Kraftmessplatten, Kamerasystemen und Videoanalyse sowie weiteren technologiebasierten Verfahren • Einordnung und verantwortungsvolle Anwendung digitaler und digital gestützter Interventionen, teletherapeutischer Anwendungen, virtueller Realität • Kritische Anwendung Kl gestützter Versorgungsformen hinsichtlich ihres physiotherapeutischen Nutzens, ihrer Grenzen und der Aspekte von Datenschutz und Patientensicherheit Prävention, Sportmedizin und Arbeitsmedizin • Entwicklung präventiver Test und Screeningverfahren, Ableitung verletzungspräventiver Interventionen sowie evidenzbasierte Begründung von Empfehlungen zur Belastungssteuerung • Verletzungsprävention und sicheren Rückkehr in Aktivität, Training, Wettkampf und Sport • Definition, Aufgaben und rechtliche Grundlagen der Arbeitsmedizin • Modelle der Belastung und Beanspruchung sowie ergonomische Grundlagen menschengerechter Arbeitsgestaltung • Analyse arbeitsbezogener Belastungsfolgen, von muskuloskelettalen Beschwerden und Überlastungssyndromen • Arbeitsbedingte somatoforme und psychosomatische Schmerzbilder bis zu psychiatrischen Belastungsfolgen wie Burnout und depressiven Störungen • arbeitsbezogene Befunderhebung und Einschätzung der Arbeitsfähigkeit • personen- und arbeitsplatzbezogene Assessments, Arbeitsplatzanalyse und ergonomische Arbeitsplatzgestaltung sowie physiotherapeutische Prävention • betriebliche Gesundheitsförderung • Förderung von Resilienz und Selbstmanagement in Gesundheitsberufen

Lernziele

Praktisches Handeln Die Studierenden sind in der Lage: • erweiterte physiotherapeutische Versorgungsverfahren in unterschiedlichen Versorgungskontexten indikationsbezogen, patient*innenzentriert und zielorientiert auszuwählen, zu planen, durchzuführen, anzupassen und zu evaluieren • bewegungstherapeutische Verfahren einschließlich physiotherapeutischer Funktionsanalyse, Medizinischer Trainingstherapie, funktioneller Testverfahren und sportbezogener Bewegungsdiagnostik fallbezogen einzusetzen • gerätegestützte und digitale Verfahren wie Kraftmessplatten, Kamerasysteme, Videoanalyse, teletherapeutische Anwendungen, Virtual-Reality-Anwendungen und Kl-gestützte Unterstützungsformen hinsichtlich ihres physiotherapeutischen Nutzens einzuordnen und verantwortungsvoll anzuwenden • präventive und rehabilitative Interventionen zur Belastungssteuerung, Verletzungsprävention, Bewegungsförderung, Funktionsverbesserung und Teilhabeförderung zu entwickeln und an individuelle Bedürfnisse anzupassen • sportmedizinische und präventionsbezogene Fragestellungen, insbesondere Verletzungsmechanismen, endogene und exogene Risikofaktoren, Screeningverfahren und Rückkehr in Aktivität, Training und Sport, physiotherapeutisch zu analysieren und daraus begründete Handlungsempfehlungen abzuleiten • bisher erworbene praktische Kompetenzen in physiotherapeutischer Diagnostik und Therapie fallbezogen zu vertiefen, zu kombinieren und auf komplexe Versorgungssituationen zu übertragen • eine arbeitsbezogene physiotherapeutische Diagnostik durchzuführen, die Arbeitsfähigkeit einzuschätzen und daraus ergonomische, präventive und gesundheitsfördernde Interventionen im Handlungsfeld der Arbeitsmedizin abzuleiten Wissenschaft und Forschung Die Studierenden sind in der Lage: • wissenschaftliche Erkenntnisse zu erweiterten physiotherapeutischen Versorgungsverfahren, bewegungstherapeutischen Konzepten, digitalen Interventionen und innovativen Technologien zu recherchieren, kritisch zu bewerten und fallbezogen anzuwenden • Gemeinsamkeiten und Unterschiede physiotherapeutischer Verfahren hinsichtlich Indikation, Wirkmechanismen, Belastungsstruktur, Zielgruppenorientierung, Evidenzlage, Machbarkeit und therapeutischer Zielsetzung zu analysieren • diagnostische, bewegungsanalytische und technologiegestützte Verfahren im Hinblick auf Aussagekraft, Gütekriterien, klinische Relevanz, Limitationen, Datenschutz, Patient*innensicherheit und Versorgungskontext zu reflektieren • Evaluationsergebnisse, funktionelle Outcomes, Patient*innenpräferenzen, Motivation, Selbstwirksamkeit und Lebensqualität in die Begründung und Weiterentwicklung physiotherapeutischer Interventionen einzubeziehen • wissenschaftliche Grundlagen und Modelle arbeitsbezogener Belastung und Beanspruchung sowie die Evidenz zu ergonomischen und präventiven Interventionen zu recherchieren, kritisch zu bewerten und fallbezogen anzuwenden Professionalität Die Studierenden sind in der Lage: • den Einsatz erweiterter physiotherapeutischer Verfahren unter ethischen, rechtlichen, interprofessionellen, patientenzentrierten und sicherheitsbezogenen Gesichtspunkten zu reflektieren • Patient*innen ressourcenorientiert über Ziele, Nutzen, Grenzen, Risiken und Alternativen bewegungstherapeutischer, digitaler und technologiegestützter Verfahren zu informieren • in Planung, Durchführung und Evaluation physiotherapeutischer Interventionen eine respektvolle, personenzentrierte, autonomiefördernde und partizipative therapeutische Haltung einzunehmen • professionelle Grenzen, Indikationen, Kontraindikationen, Datenschutzaspekte und die Verantwortung im Umgang mit innovativen Technologien und digitalen Anwendungen zu berücksichtigen, Belastungs- und Beanspruchungssituationen im eigenen Beruf zu reflektieren und Resilienz und Selbstmanagementstrategien für die eigene Berufsausübung zu entwickeln Management & Leadership Die Studierenden sind in der Lage: • physiotherapeutische Versorgungsprozesse in komplexen Fällen strukturiert, zielorientiert, sicher, ressourcenschonend und qualitätsorientiert zu gestalten • erweiterte und digitale physiotherapeutische Verfahren in bestehende Therapieprozesse sinnvoll zu integrieren und deren Einsatz Im interprofessionellen Versorgungskontext nachvollziehbar zu begründen • Befund-, Therapie- und Evaluationsdaten nachvollziehbar zu dokumentieren und für die Kommunikation mit Patient*innen, Lehrenden und weiteren beteiligten Akteur*innen aufzubereiten • Innovations- und Veränderungsprozesse in der physiotherapeutischen Versorgung kritisch mitzudenken und unter Berücksichtigung von Evidenz, Praktikabilität, Patient*innennutzen, Nachhaltigkeit und Versorgungsgerechtigkeit zu bewerten • physiotherapeutische Angebote der betrieblichen Gesundheitsförderung und der arbeitsbezogenen Prävention strukturiert zu planen und im interprofessionellen und betrieblichen Kontext abzustimmen Lernen & Entwicklung Die Studierenden sind in der Lage: • eigene Lernbedarfe in Bezug auf erweiterte physiotherapeutische Verfahren, digitale Technologien, Bewegungsdiagnostik, Präventionsdiagnostik, Medizinische Trainingstherapie und evidenzbasierte Entscheidungsfindung zu identifizieren • eigene Lernbedarfe im Handlungsfeld der Arbeitsmedizin zu identifizieren und arbeitsbezogenes Präventions und Gesundheitswissen adressatengerecht in Beratung, Anleitung und Edukation zu übertragen • Feedback aus Übungs-, Fall-, Reflexions- und Prüfungssituationen zur Weiterentwicklung ihres physiotherapeutischen Handelns zu nutzen • neue Entwicklungen in der Physiotherapie, Sportmedizin, Prävention, Rehabilitation und digitalen Gesundheitsversorgung kritisch zu verfolgen und für die eigene professionelle Entwicklung einzuordnen • evidenzbasiertes Wissen zu erweiterten Versorgungsverfahren, Bewegungsförderung, Verletzungsprävention und Selbstmanagement verständlich aufzubereiten und in patient*innenorientierte Beratungs-, Übungs- und Edukationsprozesse zu übertragen.

Prüfungsleistung

• Klausur I, 45 min Fächergruppe 1 „Berufs-, Gesetzes- und Staatskunde, Psychologie, Pädagogik und Soziologie” gemäß § 12 (1) PhysTh-APrV • Klausur II, 90 min - Fächergruppe 2 „Angewandte Physik und Biomechanik; Trainingslehre; Bewegungslehre” gemäß § 12 (1) PhysTh-APrV • Klausur III, 180 min - Fächergruppe 3 „Prävention und Rehabilitation; Methodische Anwendung der Physiotherapie in den medizinischen Fachgebieten” gemäß § 12 (1) PhysTh-APrV

Literatur (4)
  • Digitale und digital gestützte Interventionen in der physiotherapeutischen Versorgung
  • bewegungstherapeutische Verfahren
  • Gestaltung und Steuerung von Therapieprozessen
  • Die für das Modul erforderliche Fachliteratur sowie Literaturempfehlungen werden in der ersten Veranstaltung des Semesters durch die*den Lehrende*n bekannt gegeben.

Bemerkungen

Die Modulabschlussprüfung beinhaltet die Anteile der schriftlichen Berufsabschlussprüfung; es gelten die Vorgaben der Anlage 5 Punkt 7 Absatz 2 der PStO sowie der §§ 12 und 13 PhysTh-APrV. Modulprüfungen, die gleichzeitig Teil der Berufsabschlussprüfung sind, können gemäß § 7 Abs. 3 PhysTh-APrV nur einmal wiederholt werden.

Quelle: Modulbeschreibung der BTU · abgerufen 29.09.2026Original

Modulkatalog · inoffiziell

Betula ist ein inoffizielles Projekt und gehört nicht zur BTU.

Folia 1.0.3Radix 0.6.0

Daten vom 21.10.2026WiSe 2026/27Quelle: BTU