Beratung in hochkomplexen Pflegesituationen
Counselling in Highly Complex Nursing Care Situations
5 LPSoSeDE
Voraussetzungen
Empfohlen, im Wortlaut
• Zulassung zur Berufsabschlussprüfung
Inhalte
• Bedeutung der Patientenedukation • Ziele und Merkmale von Beratung und Schulung • Selbstmanagement, Gesundheitskompetenz, Empowerment, Kohärenzsinn • Beratungskonzepte (verhaltensorientiert, humanistisch, systemisch) • Beratungsprozess, Beratungsmethoden • Shared-Decision-Making, Entscheidungsfindungstools • Planung und Durchführung von Beratungssituationen und Schulung für verschiedene Altersstufen • Spezifische Beratungsanlässe: z.B. Bewältigung chronischer Erkrankungen, diabetische Stoffwechsellage, chronische wunden, Demenz • Konflikt und Krisenberatung, Angehörigenberatung, Mediation • Interdisziplinäre Zusammenarbeit • Arbeit von Pflegestützpunkten, gesetzlich verankerte Beratungsangebote • Selbsthilfegruppen / Ehrenamt • Kollegiale Beratung, Teambesprechung, Intervision • E-Health bzw. technische Assistenzsysteme • Gesetzliche Rahmenbedingungen (SGB 7, 7a)
Lernziele
Die Studierenden: • erschließen Beratungsprozesse mit Pflegebedürftigen und Angehörigen als ein zentrales Aufgabenfeld professioneller Pflege und reflektieren ihre diesbezüglichen Erfahrungen vor dem Hintergrund der eigenen professionellen Entwicklung; (5A II 2; III 3, 4; IV 1, 2) • erörtern edukative Strategien und ihre Rolle zur Bewältigung chronischer Erkrankungen; (5A II 2, 3) • informieren Menschen mit Beratungsbedarf zu gesetzlich und institutionell verankerten Beratungsangeboten (z.B. § 7a SGB XII) (5A I 5, 6; II 3) • analysieren ausgewählte systemische, klientenzentrierte und kooperative Beratungskonzepte, um diese zielgerichtet und problemorientiert in Beratungs- und Anleitungssituationen einzusetzen; (5A I 5, 6: II 1, 3; V 1, 2) • konzipieren, gestalten und evaluieren entwicklungs- und altersspezifische sowie evidenzbasierte Schulungs- und Beratungskonzepte für Menschen mit chronischen Erkrankungen und insbesondere für Menschen mit einer diabetischen Stoffwechsellage, mit chronischen Wunden sowie für Menschen mit Demenz und deren Angehörige (5A II 3; III 3, 4; V 1, 2) (5B II d; III e; IV e, f) • unterstützen Menschen bei der Entscheidungsfindung in hochkomplexen Pflegesituationen (5A I 3; II 1,3) • unterstützen zu pflegende Menschen und ihre Bezugspersonen bei der Krankheits- und Situationsbewältigung (5A II 3) • nutzen E-Health-Strategien zur Förderung ihrer edukativen Strategien (5A I 8) • setzen Theorien, Modelle und Methoden der kollegialen Beratung situationsgerecht ein (5A V 4, 7)
Prüfungsleistung
Voraussetzung zur Modulabschlussprüfung: • Schriftliches Beratungskonzept, maximal 8 Seiten Modulabschlussprüfung: • Klausur – 120 min gleichzeitig schriftliche Berufsabschlussprüfung nach PflAPrV, Anlage 5 Teil A • Klausur – 120 min gleichzeitig schriftliche Berufsabschlussprüfung nach PflAPrV, Anlage 5 Teil B Die Prüfungen sind gleichzeitig Teil der Berufsabschlussprüfung gemäß PflAPrV., sie können daher nur einmal wiederholt werden.
Literatur (5)
- Becker R. (2017) Beratung als pflegerische Aufgabe. Arbeitsmaterialien für Unterricht und Praxis. Stuttgart: Kohlhammer
- Gaertner T, Knoblich S, Muck T, Rieger M. (2020) Die Pflegeversicherung: Handbuch zur Begutachtung, Qualitätsprüfung, Beratung und Fortbildung. Berlin, Boston: De Gruyter
- Koch K, Krampe D. (2020) Handbuch Pflegeberatung Walhalla Fachverlag
- Kocks A, Segmüller T (2019) Kollegiale Beratung im Pflegeteam. Implementieren - Durchführen – Qualität sichern. Springer
- Schieron M, Büker C., Zegelin A. (Hrsg.) (2021) Patientenedukation und Familienedukation in der Pflege. Bern. Hogrefe
Bemerkungen
Teil der Berufsabschlussprüfung
Quelle: Modulbeschreibung der BTU · abgerufen 29.09.2026Original