Module

Teilhabe und Rehabilitation

Participation and Rehabilitation

6 LPSoSeDE

Voraussetzungen

Empfohlen, im Wortlaut

Kenntnis des Stoffes von Modul • 14752 Erziehungswissenschaftliche Grundlagen

Inhalte

• Einstellungen gegenüber Betroffenen im gesellschaftlichen Wandel, Stigmatisierung und Teilhabechancen • Erklärungsmodelle zu Beeinträchtigungen, Behinderungen und zu Krankheitsbildern (exemplarisch) sowie deren Folgen für eine autonome Lebensgestaltung und gesellschaftliche Teilhabe • Grundlagen einer klientelspezifischen Diagnostik, • Ressourcenorientierte Hilfebedarfserfassung nach der ICF und integrierte Teilhabeplanung • Identitätsentwicklung und Bewältigungsmodelle bei Krankheit und Behinderung über die Lebensspanne • Vertiefung ausgewählter psychischer Störungen: Diagnostische Kategorien, institutionelle Rahmenbedingungen, Prävention, Behandlung und Rehabilitation • Möglichkeiten und Grenzen von (rehabilitativen) Interventionen Sozialer Arbeit in gemeindepsychiatrischen Kontexten • Fachwissenschaftliche und ethische Maßstäbe für Konzepte und Handlungsansätze • Rollenverständnis von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern in multiprofessionellen Teams

Lernziele

Die Studierenden verfügen über Wissen zu Teilhabebedingungen und Rehabilitationskonzepten, sowie zu Ressourcen und Lebensperspektiven von psychisch kranken Personen und Personen mit Behinderungen sowie deren Angehörigen. Sie erkennen Determinanten für die Herausbildung von Vulnerabilität und Resilienz in der Biografie Betroffener über die Lebensspanne. Die Studierenden sind in der Lage verschiedene Unterstützungsformen der Sozialen Arbeit, relevante Dienstleistungen weiterer Professionen und Formen der Selbsthilfe zu analysieren, in einem Hilfesystem ordnend zu erfassen und insbesondere im Hinblick auf Inklusion und Teilhabe zu bewerten. Sie sind befähigt Hilfeangebote im Spannungsfeld zwischen Autonomie und Bedarf zu justieren. Die Studierenden verfügen über die Voraussetzungen ihr Wissen fachwissenschaftlich begründet und für interprofessionelle Teams transparent darstellen. Im Ergebnis der Arbeit in diesem Modul haben die Teilnehmenden ein angemessenes Verständnis für die besonderen Perspektiven psychisch kranker Menschen und ihrer Angehörigen in Einrichtungen des Vorfeldes der psychiatrischen Kerninstitutionen und in explizit gemeindepsychiatrischen Kontexten erworben. Die Studierenden haben ein differenziertes Bild von Personen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen, ihren unterschiedlichen Hilfe- und Rehabilitationsbedarfen und individuellen Lebensentwürfen.

Prüfungsleistung

• Klausur, 120 Min.

Literatur (7)
  • Ahrbeck, B. (2016). Der Umgang mit Behinderung. Stuttgart
  • American Psychiatric Association (2015) Diagnostisches und Statistisches Manual Psychischer Störungen DSM 5. Göttingen
  • Bischkopf, J. et al. (Hg.) (2022) Soziale Arbeit in der Psychiatrie. Lehrbuch. Bonn
  • Dederich, M., Beck, I., Antor, G. Bleidick, U. (Hg.) (2016). Handlexikon Behindertenpädagogik. Stuttgart
  • DHG (2021) Standards zur Teilhabe von Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung und komplexem Unterstützungsbedarf. Stuttgart
  • Dörner, K. et al. (2017) Irren ist menschlich. Bonn
  • Hoffmann, S. O. et al. (2009) Neurotische Störungen und Psychosomatische Medizin. Stuttgart

Quelle: Modulbeschreibung der BTU · abgerufen 29.09.2026Original

Modulkatalog · inoffiziell

Betula ist ein inoffizielles Projekt und gehört nicht zur BTU.

Folia 1.0.3Radix 0.6.0

Daten vom 21.10.2026WiSe 2026/27Quelle: BTU