Module

Alphabetisierung und Grundbildung als sozialarbeiterisches Handlungsfeld

Literacy and Basic Education as a Field of Social Work

5 LPWiSeDE

Inhalte

Praxisvorbereitung: Überblick über Handlungsfelder der Sozialen Arbeit generell (Ordnung, Trends, Arbeitsweisen), Kriterien der Arbeitsfeldanalyse (ua. Ziele, Zielgruppen, Methoden, Finanzierung, gesetzliche Grundlagen, Dokumentation etc.) am Beispiel eines selbstgewählten Arbeitsfeldes, Instrumente der Qualitätssicherung des praktischen Semesters. Seminar: • Literalität als sozial verhandeltes Phänomen • Zugänge zu Alphabetisierung in Wissenschaft und Praxis (Kompetenzansatz, soziale Praktiken, subjektorientierte Perspektiven) • Grundbildungslandschaft in Brandenburg (Grundbildungszentren, Förderlogiken, Zugangshürden) • Diskriminierung, Scham und Nicht-Teilnahme an Bildung • Eudaimogenetische Zugänge zur Sozialen Arbeit • sozialarbeiterische Handlungsansätze: Beratung, Netzwerkarbeit, Empowerment • Reflexion eigener Haltung im Umgang mit Literalität • Linguistische Kompetenzen für Lehrkräfte • Mehrsprachigkeit als Herausforderung für die Alphabetisierungsarbeit

Lernziele

Die Studierenden verstehen Trägerstrukturen, Arbeitsweisen und Organisationsprinzipien der Sozialen Arbeit im Allgemeinen und in ausgewählten Handlungsfeldern im Speziellen. Sie können eigene Erwartungen und Ziele an die eigene praktische Tätigkeit im praktischen Semester identifizieren, beherrschen die Instrumente zur Qualitätssicherung des praktischen Semesters und kennen die fachlichen und persönlichen Anforderungen im Praktikum. Die Studierenden erkennen Aphabetisierung und Grundbildung als relevante Themen im Kontext sozialer Ungleichheit und sozialarbeiterischer Praxis. Sie können dominate Diskurse und Zuschreibungen über Menschen mit geringer Literalität (z.B. defizitorientierte vs. ressourcenorientierte Sichtweisen) reflektieren. Die Studierenden sind in der Lage, Strukturen und Herausforderungen der Grundbildungsarbeit in Deutschland, insbesondere im Land Brandenburg, zu analysieren. Sie haben ein professionsethisches Bewusstsein für Scham, Teilhabe und Bildungsbiografien im Feld geringer Literalität entwickelt und formulieren sozialarbeiterische Interventionsmöglichkeiten auf struktureller, institutioneller und individueller Ebene.

Prüfungsleistung

• Essay, 7 - 9 Seiten

Literatur (3)
  • Studien im Literalitätskontext (LEO 1 und 2; PIAAC), New-Literacy-Studies
  • A. Pabst, & N. Pape, (Hrsg.) (2023): Neue Wege und Begegnungen in der Grundbildung und Grundbildungsforschung. Eine Zwischenbilanz aus Forschung und Praxis. Bielefeld: doi:10.3278/9783763974030
  • Noack Napoles, J. (Hrsg.). (2024). Gelingendes Leben ermöglichen – eudaimogenetische Zugänge zur Sozialen Arbeit. Beltz Juventa

Quelle: Modulbeschreibung der BTU · abgerufen 29.09.2026Original

Modulkatalog · inoffiziell

Betula ist ein inoffizielles Projekt und gehört nicht zur BTU.

Folia 1.0.3Radix 0.6.0

Daten vom 21.10.2026WiSe 2026/27Quelle: BTU