Module

Eudaimogenese - Gelingendes Leben als Ziel professionellen Handelns in der Sozialen Arbeit

Eudaimogenesis - Human Flourishing in Professional Social Work

8 LPSoSeDE

Inhalte

• Überblick über berufsethische Richtlinien und ethische Reflexionskategorien • Anregung von Selbstreflexionsprozessen als zentralem Bestandteil von Professionskompetenz (Können, Wissen, berufliche Haltung) • Begriffliche und theoriegeschichtliche Grundlagen der Eudaimogenese • Gelingendes Leben als normative Orientierung Sozialer Arbeit • Abgrenzung zu defizit- und problemorientierten Handlungsansätzen • Vulnerabilität, Autonomie und Anerkennung als ethische Bezugspunkte professionellen Handelns • Analyse professioneller Dilemmata (z. B. Hilfe vs. Kontrolle, Fürsorge vs. Selbstbestimmung) • Anwendung eudaimogenetischer Perspektiven auf Praxisfälle • Reflexion und Entwicklung eines eigenen professionellen Selbstverständnisses • Einblick in unterschiedliche Reflexionsinstrumente (z. B. Evaluation, kollegiale Beratung, Dokumentation) • Praktikumsvorbereitung

Lernziele

Professionelles Selbstverständnis: Die Studierenden können die Lebens- und Problemlagen von Zielgruppen der Sozialen Arbeit in der wechselseitigen Bedingtheit von individueller Anpassung und gesellschaftlicher Kontextualisierung verstehen. Sie kennen das dafür relevante Erklärungs- und Handlungswissen und sind in der Lage, Fachkonzepte und Arbeitsweisen (Methoden und Prinzipien) der Sozialen Arbeit anzuwenden und daraufhin zu überprüfen, ob sie den Erfordernissen des Handlungsfeldes oder der Zielgruppe gerecht werden. Eudaimogenese - Gelingendes Leben als Ziel professionellen Handelns in der Sozialen Arbeit: Die Studierenden können den Begriff der Eudaimogenese zu definieren und seine Bedeutung für das professionelle Selbstverständnis in der Sozialen Arbeit zu erläutern. Sie können zentrale ethische Begründungsfiguren Sozialer Arbeit im Hinblick auf das Ziel eines „gelingenden Lebens” einordnen und reflektieren. Darüber hinaus wenden sie eudaimogenetische Perspektiven auf Fallbeispiele an und leiten daraus professionelle Handlungsoptionen ab. Sie analysieren Spannungsfelder zwischen Hilfe, Autonomie, Macht und Verantwortung im Kontext professionellen Handelns kritisch und entwickeln ein eigenes professionelles Selbstverständnis, das sie insbesondere in Bezug auf die Frage, was „gelingendes Leben” in der Sozialen Arbeit bedeuten kann, begründet vertreten. Praxisvorbereitung: Die Studierenden kennen die professionellen Anforderungen an ein Praktikum sowie die persönlichen und fachlichen Maßstäbe für eine geeignete Praxisstelle und ein erfolgreiches Praktikum.

Prüfungsleistung

Voraussetzung zur Modulabschlussprüfung: • Arbeitsfeldanalyse 6-8 Seiten Modulabschlussprüfung: • Hausarbeit, 10 Seiten

Literatur (4)
  • Noack Napoles, J. (Hrsg.) (2024): Gelingendes Leben ermöglichen – eudaimogenetische Zugänge zur Sozialen Arbeit. Beltz Juventa Verlag.
  • Noack Napoles, Juliane (2022): Vulnerabilität als Deutungshorizont sozialer Probleme am Beispiel von Einsamkeit. In: EthikJournal Ausgabe 2/2022.
  • Noack Napoles, J. (2021): Soziale Arbeit nach Corona - Skizze eines eudaimogenetischen Paradigmenwandels. In: Kniffki, Johannes/Lutz, Ronald/Steinhaußen (Hrsg.): Soziale Arbeit nach Corona. Neue Perspektiven und Pfade. Weinheim/Basel: Beltz Juventa, S. 276-288.
  • Noack Napoles, Juliane (2019): Identität, Vulnerabilität und Selbstsorge – ein eudaimogenetischer Bezugsrahmen Sozialer Arbeit. In: Neue Praxis, 04/2019, S. 331-343.

Quelle: Modulbeschreibung der BTU · abgerufen 20.10.2026Original

Modulkatalog · inoffiziell

Betula ist ein inoffizielles Projekt und gehört nicht zur BTU.

Folia 1.0.3Radix 0.6.0

Daten vom 21.10.2026WiSe 2026/27Quelle: BTU