Umweltplanung / Stadtökonomie 2 / Planungsrecht 3 (Raumordnungsrecht)
Environmental Planning / Urban and Regional Economics 2 / Planning Law 3 (Regional Planning Law)
6 LPSoSeDEAuslaufmodul
Voraussetzungen
Empfohlen, im Wortlaut
Gute Kenntnisse der deutschen Sprache.
Inhalte
Das Seminar "Umweltplanung" vermittelt anhand einer praxisorientierten Einführung die Grundlagen und Ziele der Umweltplanung. An einem Schwerpunktthema werden Umweltauswirkungen von Regionalentwicklungsprozessen, Planungsziele einer umweltschonenden nachhaltigen Regionalentwicklung, Instrumente und Strategien des Naturschutzes und der Landschaftspflege diskutiert. Es wird ein Verständnis über die Rolle umweltplanerischer Beiträge innerhalb integrativer raumbezogener Planungssysteme auf regionaler Ebene erarbeitet. In dem Modulteil „Stadt- und Regionalökonomie“ geht es darum, die Stadt und die Region als Interaktionsfeld verschiedener Teilmärkte und ihrer Akteure wie auch deren unterschiedliche Funktionsmechanismen und Interessenlagen kennen zu lernen. Untersucht werden u.a. am Beispiel der öffentlichen Daseinsvorsorge, der Wohnungswirtschaft und des Einzelhandels die sozialökonomischen Bedingungen und Prozesse, die für die Struktur und Entwicklung der Stadt bedeutsam sind. Es wird ein Überblick über die Struktur des kommunalen Finanzsystems gegeben. Zugleich sollen die ökonomischen Aspekte regionaler Entwicklung inkl. Der unterschiedlichen Akteure, Funktionen und Interessenlagen aufgedeckt werden. In der Vorlesung „Raumordnungsrecht“ werden die Grundzüge des Raumordnungs- und Landesplanungsrechts, die raumordnungsrechtlichen Instrumente, die verschiedenen Planungsebenen und der Umgang mit raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen behandelt. Dabei werden auch die Konflikte zwischen Fachplanung und Landesentwicklungsplanung, die Umsetzungsdefizite in der Landes- und Regionalplanung und das Problem der Legitimation von überörtlicher Planung sowie ihr Verhältnis zur örtlichen Planung erörtert. Exemplarisch werden die Regelungs- und Einflussmöglichkeiten der Raumordnung und ihre Grenzen besprochen. Das Modul beschäftigt sich disziplinübergreifend mit der Frage der Steuerungsfähigkeit und Einflussmöglichkeiten von Planung auf ökonomische, ökologische und regionalpolitische Prozesse.
Lernziele
Nach der Teilnahme am Modul kennen die Studierenden die ökonomischen, ökologischen und planungsrechtlichen Bedingungen, in denen sich die Raumentwicklung auf der städtischen und Regionalebene vollzieht, und können diese einschätzen. Sie sind in der Lage, die strukturellen und funktionellen Verflechtungen zwischen Städten und ländlichen Räumen zu erfassen und konfligierende Nutzungsansprüche an Räume als Wirtschafts-, Regenerations- und Siedlungsräume zu handhaben sowie über die Raumordnung Nutzungsansprüche planerisch umzusetzen. Die Studierenden verstehen Raumplanung als Querschnittsaufgabe, die sich in einem administrativen und fachrechtlichen Rahmen bewegt. Methodisches Lernziel ist die Einführung in die raumbezogenen Wirtschaftswissenschaften, die Umweltplanung und die Raumordnung/das Raumordnungsrecht.
Prüfungsleistung
• 80-minütige Klausur (Raumordnungsrecht, Stadt- und Regionalökonomie) - 2/3 Gewichtung für Modulnote • schriftliche Seminararbeit (Umweltplanung) - 1/3 Gewichtung für Modulnote
Literatur (4)
- Fachliteratur
- Gesetzestexte (ROG, RoV, LaPlaV etc.)
- Lehrstuhlmaterialien
- Internetquellen
Bemerkungen
Findet im Sommersemester 2020 nicht statt. Für den Fall, dass das Modul nicht gemäß der vorliegenden Beschreibung gelehrt bzw. geprüft werden kann (z.B. aus Gründen des Infektionsschutzes), gelten die auf einschlägigen Plattformen (z.B. Homepage bzw. Moodle) kommunizierten Alternativen.
Quelle: Modulbeschreibung der BTU · abgerufen 29.09.2026Original