Module

Geschichte der Planung

History of Urban Planning

6 LPunregelmäßigDEAuslaufmodul

Inhalte

Anpassungs- und Auffangplanung • Planung in vorindustrieller Zeit • Gesellschaftliche Modernisierung • Reformpolitik • Industrialisierung Planung als Katalysator und Stabilisator der Urbanisierung • Infrastrukturplanung • Territorialplanung und Stadtumbau im 19. Jhdt. • Paternalistischer Wohnungsbau • Planung als Profession Gesellschaftliche Utopien und städtische Wirklichkeit • Gartenstadtbewegung und sozialer Wohnungsbau • Städtebauliche Moderne und Anti-Urbanismus Planung im Nationalsozialismus • Politische Indienstnahme der Planung • Verwissenschaftlichung der Planung • Regionalplanung und Raumordnung Planung als Stütze des spätmodernen Wachstumskonsenses • Planungssystem der Bundesrepublik Deutschland • Großsiedlungen und Suburbanisierung • Baugesetzbuch und Stadtentwicklungsplanung • Stadterneuerung und Entwicklungsmaßnahmen • Postmoderner Umbruch • Die Stadt im nachindustriellen Zeitalter Staatsmacht und planerische Steuerung: Vom Absolutismus zum Neoliberalismus Eigentum, Privatwirtschaft, Grund und Boden und planerische Steuerung: Von der ständischen Stadt bis zur public-private partnership Planungsprofession, Leitbildentwicklung und Stellenwert der Planung: Von der Stadtinszenierung zur "Stadt ohne Form" Zeitgenössische Planungsgeschichte am Beispiel von Fallstudien

Lernziele

Die Studierenden sollen befähigt werden, die Zusammenhänge zwischen Gesellschaft, sozioökonomischen Rahmenbedingungen, politischem System und Steuerungsmechanismen, zu denen auch Planung und Stadtentwicklung zählen, in ihrer geschichtlichen Genese zu reflektieren und daraus vergleichende Erkenntnisse über die Rolle von Planung in der Gesellschaft, die Möglichkeiten öffentlicher Einflussnahme auf die Raumnutzung und -gestaltung sowie das Selbstverständnis von Planer*innen und der Planungsprofession zu ziehen. Gegenstand sind dabei u.a. die Herausbildung der Planungsprofession, das Verhältnis von Planungsprofession und anderen raumrelevanten Disziplinen, die Entstehung und der Wandel von Planungsinstrumenten, das Verhältnis verschiedener Ebenen der öffentlichen Hand im Rahmen der Stadtpolitik und von Förderprogrammen sowie das Verhältnis zu Akteuren der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft, der Wandel von städtebaulichen Leitbildern im Zusammenhang mit gesellschaftspolitischen Veränderungen und das Verhältnis von Ideen- und Realgeschichte im Städtebau. Im Rahmen des Moduls sollen die Studierenden über Dokumentenanalyse und die Durchführung qualitativer Interviews verschiedene methodische Zugänge kennenlernen und dabei aktuelle Fragestellungen in Einzel- oder Gruppenarbeit ermitteln. Sie sollen dadurch ihre Kompetenzen, planerische Theorieansätze, Visionen und Leitbilder in ihrem räumlichen Kontext sowie ihrer historischen Genese zu begreifen und kritisch zu hinterfragen.

Prüfungsleistung

• Referat (45min) zu einem vorgegebenen Seminarthema (30%) • Hausarbeit (70%)

Literatur (1)
  • Bereitstellung auf Absprache durch die Betreuenden

Bemerkungen

Für den Fall, dass das Modul nicht gemäß der vorliegenden Beschreibung gelehrt bzw. geprüft werden kann (z.B. aus Gründen des Infektionsschutzes), gelten die auf einschlägigen Plattformen (z.B. Homepage bzw. Moodle) kommunizierten Alternativen.

Quelle: Modulbeschreibung der BTU · abgerufen 29.09.2026Original

Modulkatalog · inoffiziell

Betula ist ein inoffizielles Projekt und gehört nicht zur BTU.

Folia 1.0.3Radix 0.6.0

Daten vom 21.10.2026WiSe 2026/27Quelle: BTU