Stadttechnik 2
Urban Technical Infrastructure 2
6 LPWiSeDEAuslaufmodul
Voraussetzungen
Empfohlen, im Wortlaut
Modul "11737 Stadttechnik 1, Mobilität und Verkehrsplanung"
Inhalte
• Wechselwirkungen zwischen (leitungsgebundenen) Erschließungssystemen, Sied-lungsstrukturen und Haustechnik (Wachstum, Schrumpfung, Systemkompatibilität) • Versorgungskonzepte auf der gesamtstädtischen Ebene – Methodik, Inhalte, Anwen-dung, Fortschreibung (Wasser, Abwasser, Energie) • Bau, Sanierung und Rückbau von stadttechnischen Anlagen (Verlegetechnik, Sanie-rungsverfahren, Rückbauproblematik) • Grobbemessung, Wirtschaftlichkeitsrechnungen und Ressourceneinsatz in der Stadt-technik, Anwendung von Faustwerten, Rechenmodellen und Bilanzprogrammen (BHKW, Fernwärme/-kälte, Brauchwasser, Versickerung•etc.) • Verkehrserzeugungsmodelle, -verteilungsmodelle, Verkehrslenkung (Leitsysteme) • Grundlagen der Verkehrsplanung (Methoden, Prognosen, Netzgestaltung) • Verkehrskonzepte auf der gesamtstädtischen Ebene (MIV, ÖPNV, RAD, Fußgänger) sowie Verkehrsvermeidungskonzepte (Netzverknüpfung, Carsharing, Parkraumma-nagement etc.) • Gestaltung Straßenraum, Einheit von Funktion und baulicher Gestaltung, Beleuch-tungskonzepte • Darstellung und Diskussion von komplexen Praxisbeispielen (Versorgungskonzepte, Verkehrskonzepte) • Rechtsgrundlagen im Bereich der Stadt- und Verkehrstechnik (Richtlinien, Normen und Gesetze, allgemeine Versorgungsbedingungen, Kostenumlageverfahren) • Städtebauliche Gesamtrechnungen mit Schwerpunkt Erschließung (Kosten, Gebüh-ren, Ausbaubeiträge etc.)
Lernziele
Maßstab: Betrachtung der Systeme der Stadttechnik und des Verkehrs im gesamtstädtischen Maßstab (ex-post Integration in das Semesterprojekt Quartier, Umbau); Fertigkeiten (im Sinne von handwerklichen Fertigkeiten): • Erkennen, Erfassen vorhandener Erschließungssysteme der Stadt- und Verkehrs-technik • Darstellung von Entwicklungsplänen und Erschließungskonzepten/-plänen für o.g. stadttechnische Systeme und Verkehrssysteme incl. in Plan, Text und Tabelle im ge-samtstädtischen Maßstab (Integration in das Semesterprojekt Quartier, Umbau); • Ermitteln/Berechnen von Ressourceneinsatz und Wirtschaftlichkeit anhand von Faustwerten und Bilanzprogrammen; • Anfertigung einer schriftlichen Hausarbeit auf der Basis von Literatur- und Vorortre-cherchen (in Verbindung mit dem Projekt Quartier, Umbau); mündliche Präsentation der eigenen Arbeit; Fähigkeiten (Zielorientierte Anwendung der Techniken): • Analyse, Bewertung und Formulieren schlüssiger Systemalternativen in ihren wichti-gen Funktionalitäten und Elementen in den Bereichen Stadttechnik und Verkehr • Entwicklung und Bewertung von Erschließungs- und Verkehrskonzepten in ihren Grundstrukturen für kleinere und größere Projektzusammenhänge unter Einbezie-hung konkreter örtlicher Randbedingungen und Prognosen; • Erkennen der grundlegenden Wechselwirkungen zwischen Stadtstrukturen und stadttechnischen und verkehrlichen Systeme im Projektzusammenhang im Sinne einer integrierten Betrachtungsweise.
Prüfungsleistung
Bewertet werden • das Engagement bei Vorbereitung, Teilnahme und Nachbereitung verschiedener Exkursionen (30%) und • Ergebnisse bei der Bearbeitung von Aufgaben zu stadttechnischen Themen, z.B. in den Bereichen Energieversorgung,Wasserver- und Abwasserentsorgung, Stadtlicht (70%) • die benoteten Leistungen können online oder in Präsenz abgefragt werden.
Literatur (5)
- Scripte und Unterrichtmaterialien der durchführenden Lehrstühle
- M.Koziol/D.Freudenberg; Arbeitshilfe zur Anpassung der technischen Infrastruktur beim Stadtumbau, ISW Schriftenreihe 2-2003, Frankfurt/Oder 2003
- Martin Korda (Hrsg.); Städtebau, Technische Grundlagen; Teubner Verlag, Stuttgart, Leipzig, Wiesbaden, 5.Auflage;
- W.Schnabel/D.Lohse; Grundlagen der Straßenverkehrstechnik und der Verkehrspla-nung, Verlag für Bauwesen Berlin
- Roland Baer: Beleuchtungstechnik, Berlin 1996
Bemerkungen
• alternativ können die Veranstaltungen auch online stattfinden • die Modulprüfung kann online oder in Präsenz erfolgen • benotete Leistungen können online oder in Präsenz erfolgen Für den Fall, dass das Modul nicht gemäß der vorliegenden Beschreibung gelehrt bzw. geprüft werden kann (z.B. aus Gründen des Infektionsschutzes), gelten die auf einschlägigen Plattformen (z.B. Homepage bzw. Moodle) kommunizierten Alternativen.
Quelle: Modulbeschreibung der BTU · abgerufen 29.09.2026Original