Grundlagen zur Funktionsweise des menschlichen Organismus II
Basics of Functionality of the Human Organism II
10 CPSummerDE
Prerequisites
Recommended, as written
Kenntnis des Stoffes des Moduls • 12093 Grundlagen zur Funktionsweise des menschlichen Organismus I
Contents
Motorik – Biomechanik – Gelenkmechanik • Begriff und wissenschaftliche Kriterien: Gegenstandsbereich, Forschungsansatz, Forschungsmethoden, Erkenntnissystematik • biomechanische Quellen: Grenzwissenschaft und Grundlagendisziplin • biologische (Anatomie, Biologie, Biochemie, Physiologie, Psychologie) und mechanische (Physik, Mathematik) Grundlagen im Bezug zur motorischen Bewegung • Aufgaben der Biomechanik: z.B. mechanische Beschreibung von Bewegungen, Aufstellung biomechanischer Normwerte, Definition spezieller Messverfahren • Aufgabenbereiche der Biomechanik: Leistungsbiomechanik, anthropometrische Biomechanik, präventive Biomechanik • übergeordnete Wissenschaftsdisziplinen: Trainingswissenschaft, spezielle Didaktik der Sportarten • Systematik der Mechanik: Kinematik und Dynamik • Fortbewegungsformen: Translation und Rotation • biomechanische Kenngrößen und Kennlinien • Experimente in Kleingruppen: Erhebung biomechanischer Kenngrößen unter verschiedenen Bedingungen: z.B. ermüdeter / unermüdeter Zustand • Osteo- und Arthrokinematik bezogen auf die Vorgänge der anatomischen Strukturen im und um das Gelenk Spezielle Anatomie des Menschen • Anatomie der inneren Organe • Anatomie des Herzkreislaufsystems (Embryonalentwicklung, Herzkranzgefäße, Organisation der Blutgefäße) • Anatomie des Respirationssystems • Anatomie des Blut- und Abwehrsystems • Anatomie des Verdauungssystem • Anatomie des Endokrinen Systems • Anatomie des Zentralen Nervensystems (Funktion somatisches NS, NS als Regelkreis, Vertiefung im Bereich Sensibilität und Synapsen, Aufbau von Rückenmark und Pyramidenbahnen, Aufbau und Funktionsweise des Gehirns) Physiologie des Menschen • Atmung, Herz (Funktionsphasen, Erregungsleitungssystem, EKG), Kreislauf (Kreislaufdynamik, Druckverhältnisse, Widerstände, Blutdruck), Blut (Bestandteile, Eigenschaften, Abwehrsystem) • Zentralnervensystem und Neurophysiologie (Reflexe, motorischer Cortex, motorische/sensomotorische Bahnsysteme, Rezeptoren, Sympathikus und Parasympathikus) • Untersuchungsmethoden (EEG, EMG und EKG) Trainingswissenschaft • Leistungsphysiologie (zelluläre Anpassungsvorgänge) • Transfer der allgemeinen Trainingswissenschaft in die Grundsportarten und in den Präventionssport, • Medizinische Trainingstherapie: Möglichkeiten und Grenzen des Trainierens und Übens, Einfluss endo- und exogener Leistungsfaktoren auf die Leistungsfähigkeit, Training in verschiedenen Lebensaltern • Periodisierung, Trainingsplanung, Trainingssteuerung
Learning outcomes
Anatomie - Physiologie des Menschen Die Studierenden • beschreiben den Aufbau und die Funktion der Körpersysteme (Herzkreislauf, Atmung, Blut, Abwehr, sowie ZNS); • beurteilen die gesunde Funktionsweise des Organismus, besonders die der bewegungsspezifischen Organe und Strukturen im Hinblick auf die Entwicklung eines Verständnisses für Störungen und pathologische Abweichungen; • erläutern die physiologischen Gesetzmäßigkeiten der Atmung, des Herz-Kreislauf-Systems und des Blutes; • erklären die neurologischen Vorgänge zur Steuerung der Körperfunktionen anhand der Darstellung motorischer und sensomotorischer Bahnsysteme, diverser Reflexe, der Funktionsweise von Sympathikus und Parasympathikus. Motorik – Biomechanik – Gelenkmechanik Die Studierenden • verfügen über ein Grundverständnis für die Motorik und die motorische Ontogenese auf der Grundlage von Entwicklungstheorien und der Psychomotorik im Lebenszyklus; • über Kenntnisse mathematisch-physikalischer Modelle zur Erhebung biomechanischer Kenngrößen im wissenschaftlichen Versuch; • erklären die Grundlagen der Biomechanik des Stütz- und Bewegungsapparates und beziehen diese Kenntnisse sie auf klinische Fallbeispiele; • entwerfen erste Trainingspläne, die sich auf Bewegungsabläufe transferieren lassen und gebrauchen dabei Fachbegriffe (z.B. Statik und Kinematik). Trainingswissenschaft Die Studierenden • übertragen Theorien der allgemeinen Trainingswissenschaft und -lehre auf spezielle Grundsportarten und den Präventionssport; • beziehen Leistungsfaktoren, Entwicklungsstufen und Lernstrategien des Therapiebedürftigen bei der Anwendung von Trainingsmitteln unter der entsprechenden Zielvorgabe ein; • erstellen Trainingskonzeptionen, bewerten sie und reflektieren deren Grenzen anhand praktischer Übungssequenzen; • analysieren Aspekte der Trainingswissenschaft und Übungsprogramme unter Beachtung von Belastung, Anpassung, Leistungssteigerung u.a. im Hinblick auf die Auswahl geeigneter Methoden zu.
Assessment
• Hausarbeit bezogen auf Fallbeispiele,15 Seiten pro Person (Gruppenarbeit á 3 Studierende)
Literature (8)
- Faller, A., & Schünke, M. (2012). Der Körper des Menschen: Einführung in Bau und Funktion. Stuttgart: Georg Thieme Verlag.
- Menche, N., Engelhardt, S., Guzek, B., Hasel, H., Munk, K., & Renz-Polster, H. (2014). Biologie, Anatomie, Physiologie. Maloine: Elsevier.
- Zalpour, C., & Zumhasch, R. (2010). Für die Physiotherapie–Anatomie Physiologie. Maloine: Elsevier.
- Klein, D., Laube, W., Schomacher, J., & Voelker, B. (2011). Biomechanik, Bewegungslehre, Leistungsphysiologie, Trainingslehre. Stuttgart: Georg Thieme Verlag.
- Schünke, M. (2014). Topografie und Funktion des Bewegungssystems: funktionelle Anatomie. Stuttgart: Georg Thieme Verlag.
- Wappelhorst, U., Kittelmann, A., & Röbbelen, C. (2006). Lehr-und Arbeitsbuch funktionelle Anatomie. Maloine: Elsevier.
- Schnabel, G., Krug, J., & Harre, H. D. (2016). Trainingslehre-Trainingswissenschaft: Leistung-Training-Wettkampf. Aachen: Meyer & Meyer.
- Marées, H. de. (2003). Sportphysiologie. Köln: Sportverlag Strauß.
Source: BTU's module description · retrieved 19 Oct 2026Original