Gesellschaftliche Phänomene, Auswirkungen und Interventionsstrategien
Social Phenomena, Effects and Intervention Strategies
4 CPSummerDE
Prerequisites
Recommended, as written
Kenntnis der Grundlagen der deskriptiven Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung, Gesprächsführung und Kommunikation
Contents
Gesellschaftliche Phänomene und interprofessionelle Zusammenarbeit • wissenschaftliche Paradigmen/Ansätze zur Erfassung der drei Ebenen Individuum, Institution und Gesellschaft • Analyse und Beschreibung gesundheitlicher Phänomene • Biographiearbeit als Konzept therapeutischen Handelns, das die Auswirkungen gesellschaftlicher Differenzierungen auf gesundheitliche Phänomene zu berücksichtigen vermag • interprofessionelle Zusammenarbeit Welche Phänomene behandelt werden, soll jeweils mit den Studierenden abgestimmt werden – vorgeschlagen werden: • Inklusion, Menschen mit Behinderung • Alterung der Gesellschaft und altersassoziierte Erkrankungen, z.B. Demenz • Migrations- und interkulturelle Aspekte • soziale Ungleichheit/ gesundheitliche Ungleichheit • technologischer Fortschritt, ethische Aspekte • Eigenverantwortung vs. Solidaritätsprinzip • Gendergerechtigkeit, sexuelle Belästigung • Umweltgerechtigkeit Gesundheitswissenschaften • Gesundheitsberichterstattung • Kenntnisse für die eigene Recherche von Daten über ausgewählte Phänomene Psychologische Interventionsstrategien in den Gesundheitsberufen • Gesprächsführung und Beratung • Motivational Interviewing • Entspannungstechniken • Supervision, Intervision, Mediation • Gruppenpsychologie, Team, Konflikte, Krisen, Mobbing
Learning outcomes
Die Studierenden • nehmen bedeutsame gesellschaftlich relevante Phänomene aus der Perspektive ihrer eigenen Profession und aus der Perspektive relevanter Bezugswissenschaften (Soziologie, Gesundheitswissenschaften, Psychologie) und deren Auswirkungen auf die Gesundheit wahr. • entwerfen Interventionsstrategien im Hinblick auf den Umgang mit den Phänomenen für ihre Profession sowie Möglichkeiten der interprofessionellen Zusammenarbeit. • verfügen über vertiefte Kenntnisse zu Methoden der Gesundheitsberichterstattung, zur Recherche und Deskription gesellschaftlicher gesundheitsbezogener Phänomene und zur Biographiearbeit. • verfügen über vertiefte Kenntnisse zu psychologischen Interventionsstrategien in den Gesundheitsberufen, • diskutieren grundsätzliche therapeutische Haltungen bei den verschiedenen Schwierigkeiten, • üben praktische Techniken der Gesprächsführung (Motivationsklärung, Validierung, angemessene Abgrenzung) mit komplizierten PatientInnen ein und • wenden spielerische Lerntechniken (z.B. sequentielles Rollenspiel) an.
Assessment
• Online Klausur Gesundheitsberichterstattung, 20 min (25%) • Klausur Biographie, Gesellschaft und Gesundheit / Fallarbeit, 45 min (50%) • Rollenspiel Motivational Interviewing, 10 min pro Teilnehmenden (25 %) - Die TL kann als Gruppenarbeit belegt werden. Absprache erfolgt zu Beginn der Blockveranstaltung.
Literature (6)
- Bourdieu, P. (1987). Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft (26. Aufl.). Frankfurt a.M.: Suhrkamp.
- Berger, P. L. & Luckmann, T. (2003). Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit (19. Aufl.). Frankfurt a.M.: Fischer.
- Alheit, P.: Leben lernen? Bildungspolitische und bildungstheoretische Perspektiven biographischer Ansätze. Werkstattberichte des Forschungsschwerpunkts „Arbeit und Bildung“ (Bd. 16). Bremen: Universität Bremen.
- Sander, K. (2013). Biographiearbeit (2.Aufl.). Brake: Prodos.
- Reintjes, Ralf/Klein, Silvia (Hrsg.): Gesundheitsberichterstattung und Surveillance. Göttingen: Hogrefe.
- Nock, L. (2016). Handlungshilfe zur Entwicklung von interprofessionellen Lehrveranstaltungen in den Gesundheitsberufen. Im Auftrag der Robert Bosch Stiftung. Heidelberg & Saarbrücken. („Electronic Version“).
Source: BTU's module description · retrieved 28 Sep 2026Original