Beteiligungsprozesse in der Stadt- und Regionalplanung
Participation procedures in urban and regional planning
6 CPSummerDEBeing phased out
Contents
Das Erkennen und Bewältigen von Interessenkonflikten gehört zum Handwerkszeug der Stadt- und Regionalplanung. Das Modul vermittelt entsprechende theoretische Grundlagen und anwendbares Wissen zur Gestaltung von Beteiligungsprozessen. Planungsprozesse und die jeweils beteiligten Akteure mit ihren Rollen, Kompetenzen und Interessenslagen werden reflektiert. Besprochen werden verschiedene Formen von Partizipation, z.B. kooperative Planungsverfahren, Workshops/Werkstätten oder Wettbewerbs- sowie Gutachterverfahren. Die Studierenden werden so in die Lage versetzt, die Zweckmäßigkeit des Einsatzes bestimmter Beteiligungsmethoden in konkreten Entscheidungsprozessen zu bewerten. Praktische Übungen bieten einen Einstieg in die eigene Prozesssteuerungstätigkeit. Die Studierenden konzipieren schließlich einen Beteiligungsprozess, um die erlernten Fertigkeiten auszuprobieren und einzuüben oder sie widmen sich Aspekten von Beteiligung in einer wissenschaftlichen Abhandlung.
Learning outcomes
Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls besitzen die Studierenden folgende Fertigkeiten und Fähigkeiten: • Kenntnisse zu theoretischen und empirischen Grundlagen sowie wesentliche fachliche Perspektiven an Beteiligungsprozessen und deren Akteure. • Kenntnisse zur Gestaltung, zum Einsatz und zur Auswertung von Beteiligung in Planungsprozessen (Kenntnis der Verfahrensschritte, ergebnisorientiertes Leiten durch das Verfahren, Diskussionsleitung und Steuerung der Abwägungs- und Entscheidungsprozesse unter Einbeziehung aller Beteiligten) • Kenntnisse verschiedener Moderationstechniken bzw. Beteiligungsmethoden und deren Einsatzmöglichkeiten sowie die Fähigkeit, diese selbstständig anzuwenden • Beschreibung und Bewertung von Beteiligungsprozessen
Assessment
• Referat und Diskussion im Rahmen des Seminars (50 %) • gemeinsame Konzeption eines Beteiligungsprozesses (50 %) bzw. Ausarbeitung einer wissenschaftlichen Abhandlung In der ersten Lehrveranstaltung werden die Prüfungsleistungen in zeitlicher und inhaltlicher Ausrichtung spezifiziert.
Literature (5)
- Bischoff, Ariane; Selle, Klaus; Sinnig, Heidi (2007): Informieren, Beteiligen, Kooperieren – Kommunikation in Planungsprozessen. Dortmund.
- Mauch, Siegfried (2014): Bürgerbeteiligung. Führen und Steuern von Beteiligungsprozessen. Karlsruhe
- Nanz, Patrizia; Fritsche, Miriam (2012): Handbuch Bürgerbeteiligung. Verfahren und Akteure, Chancen und Grenzen. In: Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.): Schriftenreihe Band 1200.
- Selle, Klaus (2013): Über Bürgerbeteiligung hinaus. Stadtentwicklung als Gemeinschaftsaufgabe. Analysen und Konzepte. Edition Stadtentwicklung. Detmold
- Sinning, Heidi (2018): Beteiligung. In: ARL - Akademie für Raumforschung und Landesplanung (Hrsg.): Handwörterbuch der Stadt- und Raumentwicklung. Hannover
Remarks
Wahlpflichtmodul im Schwerpunkt "Kommunikation und Visualisierung" (Master Stadt- und Regionalplanung 2017) Für den Fall, dass das Modul nicht gemäß der vorliegenden Beschreibung gelehrt bzw. geprüft werden kann (z.B. aus Gründen des Infektionsschutzes), gelten die auf einschlägigen Plattformen (z.B. Homepage bzw. Moodle) kommunizierten Alternativen und Formate.
Source: BTU's module description · retrieved 28 Sep 2026Original