Gedenkstättenpädagogik
Memorial Education
8 CPSummerDE
Contents
• Überblick über berufsethische Richtlinien und ethische Reflexionskategorien • Anregung von Selbstreflexionsprozessen als zentralem Bestandteil von Professionskompetenz (Können, Wissen, berufliche Haltung) • Vorstellung unterschiedlicher Gedenkstätten der NS-Vernichtungspolitik in Deutschland, Polen und der Tschechischen Republik und deren jeweiligen Besonderheiten und Unterschiede Überblick über pädagogische Konzepte in der Gedenkstättenarbeit und der Vermittlung der Inhalte in Erinnerungsorten der ehemaligen nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagern • Fokus auf die unterschiedlichen Opfergruppen der NS-Vernichtungspolitik und deren Besonderheiten, auch im Hinblick auf die Aufarbeitung und Anerkennung im postfaschistischen Deutschland • Standortbestimmung in der aktuellen Debatte über die Frage wie die Gedenkstättenpädagogik damit umgeht, dass bald keine Zeitzeug:innen mehr von der NS-Gewalt und Vernichtung mehr berichten werden können • Auseinandersetzung mit der Frage für wen, an was und warum überhaupt erinnert wird • Vorstellung von Finanzierungsmöglichkeiten für Gedenkstättenfahrten für Jugendliche und in der Erwachsenenbildung • Einblick in unterschiedliche Reflexionsinstrumente (z. B. Evaluation, kollegiale Beratung, Dokumentation) • Praktikumsvorbereitung
Learning outcomes
Professionelles Selbstverständnis: Die Studierenden können die Lebens- und Problemlagen von Zielgruppen der Sozialen Arbeit in der wechselseitigen Bedingtheit von individueller Anpassung und gesellschaftlicher Kontextualisierung verstehen. Sie kennen das dafür relevante Erklärungs- und Handlungswissen und sind in der Lage, Fachkonzepte und Arbeitsweisen (Methoden und Prinzipien) der Sozialen Arbeit anzuwenden und daraufhin zu überprüfen, ob sie den Erfordernissen des Handlungsfeldes oder der Zielgruppe gerecht werden. Lernziele Handlungsfeld: Die Studierenden kennen die bedeutendsten Gedenkstätten und Erinnerungsorte nationalsozialistischer Vernichtungspolitik in Deutschland, Polen und der Tschechischen Republik und deren jeweilige Unterschiede. Sie sind vertraut mit unterschiedlichen pädagogischen Ansätzen in der Wissensvermittlung und der Gedenkarbeit in den Erinnerungsorten, sowie dem aktuellen Diskurs über die Frage wie das Gedenken an die NS-Vernichtungspolitik gestaltet sein wird, wenn keine Zeitzeug:innen mehr über die Genozide der deutschen Nationalsozialist:innen berichten können. Die Studierenden kennen zudem die Möglichkeiten der Finanzierung solcher Fahrten im Rahmen von Jugendprogrammen und in der Erwachsenenbildung. Praxisvorbereitung: Die Studierenden kennen die professionellen Anforderungen an ein Praktikum sowie die persönlichen und fachlichen Maßstäbe für eine geeignete Praxisstelle und ein erfolgreiches Praktikum.
Assessment
Voraussetzung zur Modulabschlussprüfung: • Arbeitsfeldanalyse, 6-8 Seiten Modulabschlussprüfung: • Hausarbeit, 12-15 Seiten
Literature (3)
- Hilmar, Till (2010) (Hg.): Ort, Subjekt, Verbrechen. Koordination historisch-politischer Bildungsarbeit zum Nationalsozialismus. Wien: Czernin-Verlag.
- Film „Shoah“ von Claude Lanzmann, Teil 1-4 (1985), Gesamtlänge 540 Minuten.
- Weitere Literatur in der ersten Lehrveranstaltung bekannt gegeben.
Source: BTU's module description · retrieved 20 Oct 2026Original