Geschäftsprozessmodellierung und -management
Business Process Modeling and Management
6 CPWinterDE
Contents
Das Modul vermittelt grundlegende und fortgeschrittene Kenntnisse zur quantitativen Modellierung und Optimierung von Geschäftsprozessen. Der Fokus liegt auf der mathematischen Beschreibung, Analyse und Verbesserung von Prozessen anhand formaler Methoden. Die zentralen Inhalte umfassen: • Einführung in das Geschäftsprozessmanagement mit Fokus auf formale Strukturen und Optimierungspotenziale • Formale Modellierung von Geschäftsprozessen mittels Petrinetzen, Zustandsautomaten und Ablaufgraphen • Mathematische Modellierung von Geschäftsprozessen: Definition von Entscheidungsvariablen, Zielfunktionen und Restriktionen • Lineare und ganzzahlige Optimierung: Modellierung typische GPM-Probleme (z.B. Terminplanung, Ressourceneinsatz, Produktionsprozesse) • Netzwerkmodelle für Prozesse: Kürzeste Wege, Flussmodelle, kritischer Pfad, Matching-Probleme • Analyse und Bewertung von Prozesskennzahlen: Zykluszeit, Durchsatz, Ressourcenbedarf, Engpassanalyse • Anwendung stochastischer Methoden und ereignisdiskreter Simulation zur Bewertung dynamischer Prozesse • Methoden zur Identifikation und Umsetzung quantitativer Prozessverbesserungen • Einsatz computergestützter Modellierungs- und Optimierungstools (z.B. Excel Solver, Python, Gurobi) Das Modul legt besonderen Wert auf die Verbindung zwischen konzeptioneller Prozessstruktur und operativer Umsetzung durch mathematische Optimierung.
Learning outcomes
Die Studierenden besitzen nach erfolgreichem Abschluss des Moduls fundierte Kenntnisse in der formalen und quantitativen Modellierung und Analyse von Geschäftsprozessen. Sie sind in der Lage, Geschäftsprozesse als mathematische Modelle zu formulieren und mit Methoden der linearen, ganzzahligen und netzwerkbasierten Optimierung zu analysieren und zu verbessern. Sie beherrschen die Anwendung formaler Modellierungstechniken wie Zustandsmodelle, Petrinetze oder Ablaufgraphen zur strukturierten Beschreibung von Prozessen. Zudem verfügen sie über Kompetenzen zur Entwicklung und Lösung von Optimierungsmodellen zur Unterstützung der Entscheidungsfindung in Prozesskontexten. Darüber hinaus sind sie in der Lage: • Prozesse auf Effizienz, Durchlaufzeiten, Ressourcenauslastung und Engpässe zu analysieren, • geeignete quantitative Methoden zur Prozessverbesserung auszuwählen und anzuwenden, • Performancekennzahlen herzuleiten und kritisch zu interpretieren. Die Studierenden können Prozesse sowohl auf konzeptioneller als auch auf operativer Ebene gestalten und bewerten, insbesondere im Hinblick auf ihre quantitative Leistungsfähigkeit und Optimierungspotenziale.
Assessment
• Klausur, 90 min.
Literature (1)
- Suhl, L., & Mellouli, T. (2009). Optimierungssysteme: Modelle, Verfahren, Software, Anwendungen. Springer-Verlag.
Source: BTU's module description · retrieved 14 Oct 2026Original