Pflegephänomene im Kontext von psychischen Prozessen
Nursing Phenomena within the Context of Mental Processes
5 CPSummerDE
Prerequisites
Recommended, as written
Kenntnis des Stoffes von • Modul 12054 Kommunikation, Beziehungsgestaltung und Ethik (BP8)
Contents
• psychisch bedingte Phänomene und ihre Bedeutung für Betroffene und ihr soziales Umfeld • Haltung zu psychisch kranken Menschen und Konsequenzen • Kriterien psychischer Störungen, Störungsmodelle und Klassifikationen • häufige psychische Störungen (Angst, Depression, Suizid, Substanzstörungen, psychotische Störungen, Essstörungen) inklusive Epidemiologie • psychosoziales Versorgungssystem in Deutschland • Stigmatisierungen von Menschen mit psychischen Erkrankungen • psychisch erkrankte Menschen pflegen und begleiten • professionelle Beziehungsgestaltung zu psychisch kranken Menschen und ihren Angehörigen • rechtliche Rahmenbedingungen psychiatrischer Pflege (z.B.: Fixierung, Aufenthaltsbestimmung) • Selbsthilfegruppen und Angehörigenarbeit • Theorien und Modelle, Prävention in der deeskalierenden Pflege • häusliche und institutionelle Gewalt, Guidelines, rechtliche Einordnung • verbale und körperliche Eskalation, Deeskalationsstrategien • ambulante Unterstützungsangebote, Beratungs- und Betreuungsangebote
Learning outcomes
Die Studierenden • sind für die Bedeutung sensibilisiert, die Phänomene für Betroffene und ihr soziales Umfeld haben, die psychisch bedingt sind; • erfassen die Bedeutung sozialer Isolation bzw. sozialer Integration des Menschen und seiner Angehörigen im Hinblick auf Teilhabe am Leben in der Gesellschaft; • reflektieren ihre Haltung zu psychisch kranken Menschen und die der Institutionen und leiten persönliche Konsequenzen ab; • hinterfragen kritisch kulturelle und soziale Einflussfaktoren auf Vorstellungen über psychische und körperliche Gesundheit, Krankheit und Behinderung; • reflektieren die Folgen von Stigmatisierung und Etikettierung, Institutionalisierung sowie der Zuschreibung von abweichendem Verhalten kritisch; • beschreiben Ursachen, Diagnosen und Folgen psychischer und psychiatrischer Erkrankungen und Behinderungen; • zeigen emotionale und kognitive Präsenz gegenüber der subjektiven Wirklichkeit psychisch kranken Menschen und ihrer Angehörigen; • gestalten professionelle Beziehungen zu psychisch kranken Menschen und ihren Angehörigen verantwortlich und entsprechend der aktuellen Lebenssituation; • identifizieren Probleme psychisch kranker Menschen und ihrer Angehörigen, handeln mögliche Interventionen aus, führen diese fachgerecht durch und evaluieren sie; • reflektieren den Einsatz von Zwangsmaßnahmen und Gewalt in psychiatrischen Arbeitsfeldern vor dem Hintergrund berufsethischer Prinzipien der Pflege kritisch; • wirken an ethisch begründeten Entscheidungen in psychiatrischen Arbeitsfeldern innerhalb des therapeutischen Teams mit; • identifizieren die Besonderheiten einer psychiatrischen Einrichtung – insbesondere rechtliche Bedingungen sowie therapeutische und soziale Hilfen. • vergleichen ambulante Unterstützungsangebote rehabilitativer Einrichtungen und ergänzende Beratungs- und Betreuungsangebote.
Assessment
Mündliche Prüfung, 30 Minuten
Literature (5)
- Ding-Greiner, C. & Kruse, A. (2010). Betreuung und Pflege geistig behinderter und chronisch psychisch kranker Menschen im Alter, Beiträge aus der Praxis. Stuttgart: Kohlhammer.
- Comer, R.J. (2008). Klinische Psychologie. Berlin: Springer.
- Gaßmann, M., Marschall, W. & Utschakowski, J. (Hrsg.) (2006). Mental Health Care. Heidelberg: Springer Medizin.
- Ihle , J. (2008). Pflegerische Krisenintervention. Wien: Facultas.
- Walter, G., Nau, J., & Oud, N. (2012). Aggression und Aggressionsmanagement: Praxishandbuch für Gesundheits- und Sozialberufe. Bern: Huber.
Source: BTU's module description · retrieved 28 Sep 2026Original